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Weltweit einheitliches Handicap-System [ vom 24.04.2017 ]


R&A und USGA stellen Ende 2017 ihren Zeitplan vor >/b>
Die weltweit anerkannten obersten Regelhüter
des Golfsports, R&A und USGA, planen die Einführung eines weltweit
einheitlichen Handicap-Systems. Seit zwei Jahren befinden sich die
weltweit sechs bestehenden Handicap-Institutionen sowie entscheidende
Golf-Organisationen in der Evaluation der aktuellen Systeme und planen
das weitere Vorgehen. Ein genauer Zeitplan zur Einführung in den
nächsten Jahren soll Ende 2017 vorgestellt werden.

Nach der Bekanntgabe zur Vereinfachung der Golfregeln wollen R&A und
USGA damit auch das Handicap-System transparenter gestalten. „Uns ist
schon eine ganze Weile bewusst, dass vielen Golfern die bestehende
Handicap-Landschaft zu kompliziert ist und es frustrierend sein kann,
wenn das Handicap nicht auf der ganzen Welt gleich angewendet wird. Wir
versuchen, ein System auszuarbeiten, das einfach zu verstehen ist und
auf der ganzen Welt einheitlich Anwendung findet“, benennt Martin
Slumbers, Geschäftsführer des R&A, die Ziele des neuen Systems.

Für die Umsetzung des sogenannten World-Handicap-Systems wurde ein
Ausschuss aus den sechs bestehenden Systemen von Golf Australia, dem
Council of National Golf Unions (CONGU) in Großbritannien und Irland,
der European Golf Association (EGA), der South African Golf Association
(SAGA), der Argentine Golf Association (AAG) und der United States Golf
Association (USGA) sowie der Japan Golf Association und Golf Canada
einberufen. Auch der Deutsche Golf Verband (DGV) wird vom Ausschuss
fortlaufend unterrichtet und bringt seinen Standpunkt als zweitgrößter
Mitgliedsverband der EGA ein. Dabei ist es dem DGV wichtig, auf die
insbesondere in Deutschland positiven Entwicklungen des bereits
umgesetzten EGA-Vorgabensystems hinzuweisen und die gewonnen
Erkenntnisse zu berücksichtigen.


Mehr als 15 Millionen Golfer aus über 80 Ländern führen aktuell ein
Handicap. Das Handicap, oder auch Vorgabe genannt, gibt an, wie viele
Golfschläge des Gesamtergebnisses sich ein Spieler jeweils abziehen
darf. Das individuelle Handicap errechnet sich auf Basis der
Spielergebnisse jedes Spielers. Benötigt ein Spieler dauerhaft mehr
Schläge, um einen Platz zu spielen als ein anderer, so wird er ein
höheres Handicap haben und sich somit mehr Schläge abziehen dürfen.
Redakteur: bo Quelle: DGV

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