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Foto by: Slow Food Travel
Foto by: Speckmachen

Die Wiederentdeckung der Langsamkeit [ vom 26.04.2017 ]


Das Projekt „Slow Food Travel“
Was sagt die Schnecke, die auf einer Schildkröte reitet? „Uiiiii!“ Die Schnecke ist auch das Symbol von „Slow Food Travel“. Was hat es damit auf sich? „Slow“ bedeutet: langsam, „Food“ heißt: Essen und „Travel“ meint: Reisen. Zusammen also etwa so viel wie: „Unterwegs zum langsamen Essen“. Also Reisen zu Bauern, Köchen, Bäckern, Kräuterhexen usw., die gemeinsam mit ihren Gästen den Ursprung wertvoller Lebensmittel wieder entdecken. Und genauso wie die Schnecke einen fast genauso langsamen Kumpel wie die Schildkröte braucht, sucht das Projekt „Slow Flood Travel“ viele gleichgesinnte Anhänger.
Begonnen hat alles im italienischen Piemont, im „Land am Fuß der Berge“, wo der Soziologe Carlo Petrini 1989 seine Slow-Food-Philosophie begründete. Fast 30 Jahre später folgen ihm bereits über eine Million Menschen in 130 Ländern auf dem spannenden Weg, die Natur mit ihren kleinen Besonderheiten wieder zu entdecken, verantwortungsvoll zu genießen – und sich dabei auch ein wenig auf sich selbst zurückzubesinnen. Diese Philosophie auf „Slow Food Travel“ übertragen heißt nach Projektleiter Ekkhard Mandler :
„Unsere ständig wachsende Slow-Food-Gemeinde will nicht blind, schnell und geschmacksneutral konsumieren, sondern darüber nachdenken, was sie isst und trinkt. Um zu verstehen, muss ich aber die Menschen kennen, die mein Essen herstellen. Ich muss mich also auf die Reise machen zu den Wurzeln des guten Geschmacks. Und genau das ist „Slow Food Travel“ – Reisen zu traditionellen „Lebensmittelhandwerkern“.
Damit definiert sich „Slow Food Travel“ nach dem Motto: nimm dir Zeit. Sei nicht hektisch unterwegs. Lass dich einfach mal treiben. Slow Food Travel kann man nicht mit einem Reiseplan abarbeiten. Man genießt die Landschaft nicht nur mit allen Sinnen, sondern nimmt sie über das Produkt, das man isst, in sich auf. Und wenn man solch ein Produkt – sei es Käse, Brot, Speck oder Honig – mit nach Hause nimmt, wird man sich daheim immer wieder aufs Neue bewusst, unter welch schwierigen Bedingungen diese Lebensmittel hergestellt werden.
Das Lesachtal und das Gailtal sind nun die weltweit erste „Slow-Food-Travel-Destination“. Eine Reise führt zu Bauern und kleinen Produzenten, zu ihrem über Generationen überlieferten Weltwissen und ihrer uralten Handwerkskunst. Der Weg ist ein ganz natürlicher: vom Reden zum Tun, vom Kochen zum Essen. Ob Brot backen, Käse produzieren, Bier brauen, bei der Herstellung von Speck dabei sein oder sehen, wie Imkerei funktioniert. Das bedeutet, man bekommt im Urlaub die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion zu sehen.
In jedem Eck im Lesachtal und im Gailtal findet man eines von 19 Slow-Food-Travel-Erlebnissen – und einmalige kulinarische Besonderheiten. Dabei lernen Gäste die Täler und ihre Gastgeber kennen, dürfen ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen und gerne auch selbst mitanpacken. Wie zum Beispiel beim Brotbracken des echten Lesachtaler Brots oder beim Würzen des herzhaften Gailtaler Specks in Hermagor, beim Bierbrauen oder beim Kochseminar in der Genusswerkstatt von Sissy und Stefanie Sonnleitner in Kötschach-Mauthen. Von Ingeborg und Gudrun Daberer lernen neugierige Besucher beim Kärntner Nudelworkshop die Kunst des „Krendelns“. Und beim Edelgreißler Herwig Ertl kann man gleich sein eigenes Slow-Food-Lieblingsgericht kreieren.

Bei der Brotreise ins Lesachtal für 566 Euro pro Person sind sieben Übernachtungen mit Halbpension im Hotel „Zum Wanderniki“ im Doppelbettzimmer enthalten sowie b egleitete Wanderung zu den Kornäckern des Lesachtals, der Lesachtaler Brotbackkurs mit Kostproben und Rezepten, eine Mühlenführung in Maria Luggau, das Lesachtaler Brotbuch sowie 1 Kilo Original Lesachtaler Brotmehl für das Nachbacken zuhause. Plätze sind noch bei den terminen Anfang Juli und Anfang September frei.
Weitere Informationen: http://www.slowfood.travel/de
Redakteur: bo, Quelle: Slow Food Travel

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