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Foto by: Golf in Österreich

Golf gut für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel [ vom 01.08.2017 ]

Osttiroler Studie belegt Gesundheitseffekt schon nach einer Woche
Der Kardiologe und Sportmediziner Professor Dr. Peter Lechleitner ist im Krankenhaus Lienz in Osttirol Leiter der Inneren Medizin und des Medical Center Symbiomed. Unter seiner Leitung wurde untersucht, welche Auswirkungen ein einwöchiger Golfurlaub auf unser Herz-Kreislauf-System, auf die Stoffwechsel-Parameter, die Schlafqualität und auf die Stress-Parameter hat.
Grundlage der medizinischen Recherche waren 30 Golfer, die täglich 18 Löcher am Dolomitengolf-Resort bei Lavant/Osttirol spielten. Ohne Golf-Cart! Der auf 650 m Seehöhe gelegene Golfplatz mit einer Länge von 5,2 km für Frauen und 6,2 km für Männer) liegt in ebenem Gelände und weist kaum Anstiege auf. Als Kontrollgruppe wurden Nordic-Walker und E-Biker untersucht.
Die Ergebnisse nach einer Woche Golf-Urlaub im Überblick:
Die Golfer bewegten sich ohne Beschwerden durchschnittlich 33 Stunden pro Woche.
Die über 24-Stunden erfasste Herzfrequenz reduzierte sich signifikant von 81 auf 77 Schläge pro Minute!
Beim Blutdruck kam es zu einer deutlichen Abnahme von 130/80 auf 119/75 mmHg
Beim Fett-Stoffwechsel kam es zu einem signifikanten Anstieg des gefäßschützenden HDL-Cholesterins von 55 auf 60 mg/dl
Das für die Arteriosklerose hauptverantwortliche LDL-Cholesterin sank von 130 auf 128 mg/dl
Die Triglyceride (Neutralfette) verminderten sich von 90 auf 81 mg/dl
Bei der Elastizität des Herzens verbesserten sich die mit speziellem Herz-Ultraschall untersuchten Parameter
Es kam zu einer Reduktion der Belastungsfaktoren von 33 Prozent, zu einer Besserung der Erholungsfaktoren um 15 % und zu einer 20%igen Zunahme der Schlafqualität
Daraus schloß Professor Lechleitner: Die leicht übergewichtigen, nur wenig trainierten Probanden tolerierten das relativ hohe Belastungsausmaß sehr gut. Übertrainings-Effekte im Sinne der Reduktion der sog. parasympathischen Aktivität wurden nicht festgestellt,ebenso wenig wie eine Gewichtsreduktion. Der auffallendste Befund in der Golfgruppe wurde mit einer signifikanten Reduktion des Blutdruckes um 11 mmHg erzielt. Dies war sowohl unter Ruhe- und Belastungs-bedingungen der Fall. Diese Blutdrucksenkung war im Vergleich zu der Nordic-Walking- und E-Bike-Gruppe deutlich besser ausgeprägt! Dies ist im Bereich eines potenten Blutdruck senkenden Medikamentes anzusiedeln. Der „Golf-Professor“: „Dieser Befund ist überraschend und kann am ehesten damit erklärt werden, dass isometrische Belastungen – wie sie beim Golfsport in hohem Ausmaß vorhanden sind - auf den Blutdruck besonders wirksam sind.
Möglicherweise sind die unterschiedlichen Bewegungsmuster – die konzentrische und vor allem isometrische Muskelaktivität – beim Golfen dafür verantwortlich. Insgesamt konnten in der Studie gute Hinweise gefunden werden, dass bereits eine einwöchige – wenn auch etwas intensive Golf-Aktivität – gut toleriert wird und messbare Veränderungen von Gesundheitsparametern bewirken kann. Der Urlaubseffekt hält ca. drei Monate an, sodass über das Jahr gerechnet eine mehrmalige Golfaktivität über eine Woche einen optimalen Gesundheits- und Urlaubseffekt bringen könnte.“
Redakteur: bo,Bild: Prof. Lechleitner Quelle: Sayegh PR

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