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Foto by: Wolga-Strand
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Wolga, Bolgar und Ivan der Schreckliche [ vom 06.09.2017 ]

Was Tatarstan touristisch zu bieten hat
Wer den Ausdruck „am Wolga-Strande“ für ein literarisches Bonmot hält, wird bei einem Besuch in Kazan und Tatarstan schnell eines Besseren belehrt: Bis zu 43 Kilometer breit kann der größte Strom Europas werden, riesige Containerschiffe und Kreuzfahrer wirken darauf wie Kinderspielzeuge. Und die Tataren nutzen ihre Wolga nicht nur als Transportweg und Angelgrund. Ein bis zu 100 Meter breiter Uferstreifen besteht aus Dünen und feinstem Sand, lädt nicht nur an den Wochenenden zum Baden und fürs Picknick ein (letzteres ist leider deutlich an gut verteiltem Müll erkennbar), immerhin sorgt das binnenkontinentale Klima für heisse Sommer.
Bequemer kann man die Wolga und die verschiedenen Städte an ihrem Ufer zum Beispiel bei einer 18tägigen Kreuzfahrt von Moskau über Nischi Novograd, Kazan, Samara, Wolgograd nach Astrakhan am Kaspischen Meer oder zur Kosakenstadt Rostow am Don am Schwarzen Meer erleben ( mit Flug und Vollpension pro Person ab 2000 Euro).
Dabei kann man vom Wasser aus Bolgar bewundern, die ehemalige Hauptstadt der Wolgabulgaren. Die Vorfahren der Tataren errichteten vor über 1000 Jahren das Zentrum der europäischen Islamisierung auf dem linken Hochufer. Für Moslems gehört Bolgar zu den heiligen Pilgerstätten mit einer Moschee-Kathedrale, Minaretten und Mausoleen. Besucher, die mit dem Schiff anreisen, werden vom Landungskai aus über ein mehrstöckiges Museum auf die historische Ebene geführt, die auch den größten Koran der Welt beherbergt: 2 Meter hohe Seiten und ein Umschlag aus Malachit mit einem Gewicht von über 800 Kilogramm.
In der Geschichte versuchte Peter der Große hier Inschriften zu entziffern, die Goldene Horde der Mongolen nahm Bolgar ebenfalls zur Hauptstadt bevor es von Iwan dem Schrecklichen wieder ins Zarenreich zurückkehrte.
Der hatte in der Wolga eine Insel vor Kazan zur Festung umgebaut und von dort aus seinen Rückeroberungs-Feldzug gestartet. Diese Insel Swijaschsk wurde im Laufe der Jahrhunderte zum Zentrum der russischen Kultur und ist seit diesem Jahr UNESCO-Weltkulturerbe. Hier steht die hölzerne Dreifaltigkeitskirche, die 1551 an nur einem einzigen Tag erbaut wurde, sowie eine Kathedrale mit seltenen Wandmalereien ebenfalls aus dem 16.Jahrhundert. Diese christliche Insel mit vielen Klosteranlagen wurde in der Zeit der Sowjetunion als Gefängnis, Umerziehungslager und psychatrische Einrichtung genutzt. Heute lässt dieser touristische Magnet ohne Autoverkehr, dafür mit Ritterspielen das Mittelalter wieder auferstehen.
Ein Artikel über die Hauptstat Tatarstan, Kazan, finden Sie hier: http://www.reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1585&cat=reisen
Mehr zu Tatarstan und der Hauptstadt Kazan unter http://www.visit-tatarstan.com/de
Kreuzfahrt auf der Wolga, z.B. bei: http://www.phoenixreisen.com/wolga-kreuzfahrt-entdecken-sie-russland-mit-phoenix-reisen.html
Redakteur: bo Quelle: eigen

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