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Blind Booking statt Blind Date [ vom 23.10.2017 ]


Wie man zu ganz überraschend günstigen Flugreisen kommen kann
Da gibt es einen neuen Trend bei Kurzreisen: „Blind Booking“ . Blindes Buchen heißt das Ganze auf gut Deutsch und wurde erfunden von Fluggesellschaften, die ihre leeren Sitze füllen wollen. So zu reisen ist extrem günstig, aber man weiß nicht wo es hingeht. Die Frage „Wer macht denn sowas?“ ist einfach zu beantworten: Immer mehr Menschen, die einfach mal weg wollen und kein Vermögen ausgeben wollen.
Jens Krömer, Pressesprecher der Internetplattform „urlaubsguru.de“, kennt sich mit Blind Booking aus und hat auch Kniffe und Tipps parat: Der Pionier des „Blind Booking“ war die Low Budget Airline „Germanwings“, die jetzt in der „Eurowings“ aufgegangen ist. Auf der EW-Internetseite findet man die Blind Booking Angebote unter „Buchen“ und dann im Unterordner „Blind Booking“. Wählen kann man zwischen „Sonne und Strand“, „Party“, „Kultur“, „Metropolen“, „Shopping“, „Wandern und Natur“ sowie „Gay friendly“. – Weiterhin der Abflugort bestimmt werden. Nach der Auswahl erhält man dann die Angabe der angebotenen Ziele und den Pauschalpreis für Hin- und Rückflug. Bei einer Testbuchung lag er bei 66 Euro.
Natürlich warten dann noch einige Faktoren, die den Preis klettern lassen. Dazu gehört die Möglichkeit einzelne Städte oder andere Angebote aus der Palette abzuwählen. Pro Abwahl steigt der Preis um jeweils 5 Euro. Drei gestrichene Städte machen aus dem 66 Euro Ticket eines für 81 Euro. Wer dann noch Gepäck mitnehmen möchte, legt 15 Euro für 23 Kilo drauf. Dann beläuft sich die Gesamtsumme schon auf 96 Euro. Das muss man wissen.
Ähnliche Angebote gibt es auch bei anderen Airlines. Bei Lufthansa, zum Beispiel, unter dem Namen „Surprise Booking“.
Ein Preisrisiko sieht manch ängstlicher Bucher darin, dass es natürlich sein kann, dass im angeflogenen Ort, die Hotelpreise zum Reisezeitpunkt so hoch sind, dass der Geldvorteil zwischen den Händen zerrinnt. Dann hilft nur das Umschauen nach Privatunterkünften oder auf Plattformen wie „Air BnB“. Eventuell hat man aber auch Glück. Unser Fachmann sagt aber auch: „Wer sich einen extrem günstigen Flugpreis „geschossen“ hat, sollte mal drüber nachdenken, ob er für das Hotel etwas mehr ausgibt, um nicht am absoluten Stadtrand zu landen.“
Das funktioniert dann auf der Internetseite „blookery.de“ – Hier gilt es einen Fragebogen auszufüllen. Beantworten muss man: Worauf hast Du Lust? – Sightseeing, Party oder Romantik? – In welche Region willst Du reisen? – Zur Wahl stehen nördliche, mittlere und südliche Regionen – Im Süden stehen 14 Länder zur Auswahl. Nächster Frage: Wohin willst Du auf keinen Fall? –Der Ausschluß funktioniert offensichtlich ohne Aufpreis. Dann folgt die Frage nach der Übernachtung. Wählen kann man vom Hostel mit Mehrbettzimmer, über eigenes Zimmer bis zur gehobenen Unterkunft mit eigenem Bad oder nicht. Und dann die Abschlussfrage, wann man erfahren will, wohin es geht: Kurz nach der Buchung, 7 Tage vorher oder 1 Tag vor Abflug. Man merke: Je später die Bestätigung desto günstiger. Danach will die Seite noch wissen, wie viele Personen reisen, Wo man abfliegen will und von Wann bis wann die Reise gehen soll. Zu guter Letzt muss man noch ein Reisebudget angeben. Die Spanne geht von 250 bis über 500 Euro pro Person. Dann schickt man die Anfrage ab und dann heißt es warten, bis zu dem Tag an dem man die Bestätigung bestellt hat.

Mehr Informationen und ausführliche Tipps von Jens Krömer gibt es auf den Seiten des Deutschen Reiseradios unter http://deutsches-reiseradio.com/drr84-blind-booking-so-gehts zum Nachhören.
Diese und weitere Geschichten von Rüdiger Edelmann gibt es auch als Podcast auf den Seiten des Deutschen Reiseradios.
Redakteur: Rüdiger Edelmann Quelle: Deutsches Reiseradio

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