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Wenn das Handy im Winter streikt [ vom 28.12.2017 ]


„Auftau“-Tipps und anderes
Kälte, Nässe, Stürze: Besonders die kalten Winter-Monate bringen die sensible Technik und die fragilen Gehäuse von Smartphones an ihre Grenzen. Wir haben den Experten Luay Georgis, Betreiber des mobiletheresie-Shop an der Theresie in München befragt, worauf man speziell im Winter achten sollte. Der Shop ist Teil Interessensgemeinschaft Theresie im Münchner Westend und spezialisiert auf Reparaturen von Smartphones und Tablets.
Sinkt die Temperatur, nimmt auch die Akkulaufzeit massiv ab. Dadurch verkürzt sich nicht nur die Sprech-, sondern ebenso die Stand-by-Laufzeit. Experte Georgis: „Bei frostigen Temperaturen hilft es, das Handy in Körpernähe zu verstauen, um von der natürlichen Wärme zu profitieren.“ Daher: Handy lieber in die Innentasche der Winterjacke packen als in die Handtasche. Außerdem sollte man das Handy nicht bei Minusgraden aufladen.
Was ist schöner, als von einem verschneiten, kalten Winterspaziergang in die vorgeheizte, warme Stube zu kommen? Was einem selbst gut tut, gilt leider nicht für den elektronischen Begleiter. Denn Handys kann ein abrupter Temperaturwechsel schaden, speziell, wenn sich Kondenswasser bildet. Dies kann Kurzschlüsse verursachen und immense Schäden hervorrufen sowie langfristig das Innenleben korrodieren lassen. Besondere Vorsicht ist auch deshalb geboten, da Hersteller in der Regel solche Reparaturen nicht kostenfrei übernehmen. Sollte das Display doch einmal von innen beschlagen, empfiehlt Georgis, das Gerät auszuschalten. Falls möglich: Akku rausnehmen und das Handy an einem warmen Ort trocknen.
Einmal nicht aufgepasst und schon fällt das Handy auf den Boden. Wintersportler sollten besondere Vorsicht walten lassen. Dass Stürze kein Spaß sind und zu Verletzungen führen können, ist die eine Sache. Aber auch das Handy kann bei solchen Vorfällen schnell brechen. Schutz bieten Handyhüllen. Diese gibt es in drei verschiedenen Varianten. Erstens: Hard-Cases aus festem Kunststoff. Zweitens: Soft-Cases aus biegbaren Materialien wie beispielsweise Silikon. Drittens: Flip- und Book-Cases, die das Handy nicht nur von hinten schützen, sondern außerdem einen Deckel für die Vorderseite integriert haben. „Flip- und Book-Cases bieten besseren Schutz, da das ganze Gerät ummantelt wird. Für Wintersportler eignen sich darüber hinaus spezielle Outdoor-Hüllen. Diese sind besonders robust und schützen zusätzlich vor Feuchtigkeit“, erklärt Georgis.
Ähnlich gefährlich für den empfindlichen Handy-Bildschirm sind Stöße. Auch diese werden durch Wintersport begünstigt und können zu teuren Schäden führen. Eine gute Idee ist Panzerglasfolie für den Touchscreen. Beim Aufkleben solcher Folien kann allerdings einiges schiefgehen. Wer keine Bläschen hinter der Frontscheibe mag, sollte sich die Folie beim Experten aufziehen lassen.
Sollten das Handy versehentlich einmal sehr lange in der Kälte vergessen worden sein, etwa über Nacht im Auto, besteht noch Hoffnung, es zu retten. Wichtig ist, das Handy ausgeschaltet zu lassen. Zudem darf es nicht zu schnell erwärmt werden. Heizung oder Föhn richten durch die schnelle Hitze Schäden an und können zu irreparablen Fehlern führen. Stattdessen empfiehlt Georgis: „Geduld hilft in diesem Fall am meisten. Am besten lässt man das Handy einen Tag lang langsam auf Raumtemperatur aufwärmen.“
Redakteur: bo Quelle: mobiletheresie

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