HOME       AKTUELLES       REISEN       GOLF       TIPPS & SERVICE       SUCHE       KONTAKT
Foto by:
Foto by: Stein im Bunker
Foto by: Lisbon Sportsclub
Foto by: Abschlag 5 hoch über Loch 1 und 2
Foto by: herausforderndes Loch 16
Foto by: Hinweis auf Besseres

Wie man sich Schläger im Bunker ruinieren kann [ vom 28.12.2017 ]

Der Lisbons Sportclub im Test
Nur 20 Autominuten vom Flughafen Lissabon entfernt, liegt der Lisbon Sportsclub zwischen den Ortschaften Belas und Vale de Lobos. Der Platz ist erst seit 1992 ein 18-Loch-Kurs und sicherlich eher ein Golfplatz eines Sportclubs als ein edler Großstadt-Golfclub. Trotz der Nähe zur portugiesischen Hauptstadt kann man von der starken Urbanisierung der Umgebung auf dem Gelände nichts erkennen, alles ist in der Natur eines Englischen Gartens eingebettet. Der Kurs ( 5029 Meter, Slope 118, CR 67,3 für Herren und 4658 Meter , CR 70, Slope 125 für Damen) ist mit Par 69 nicht gerade die größte sportliche Herausforderung.
Auch wenn in allen Führern angegeben ist, dass der ehrwürdige Club auf ein Handicap von -28 bei Herren und – 36 bei Damen besteht, stellt man vor Ort schnell fest, dass der schnelle Euro wichtiger ist, als jedes Prestige: da schlagen dann schon mal deutsche Studenten in Turnhosen mit dem Leih-Eisen 6 ( !!!) ab. Wer Glück hat, bekommt einen Trolley mit windschiefen quietschenden Rädern, es soll aber auch schon der eine oder andere auf der Runde auseinander gebrochen sein.
Natürlich hat der Platz auch seine Reize, angefangen beim ersten Loch, ein 150 Meter entferntes, circa 30 Meter tiefer liegendes Par 3, bis zum erhöhten Abschlag bei Loch 5, wo man ohne Sicht über das Grün der 1 und dem Fairway der 2 spielt. Da kommen schon mal Diskussionen auf, ob ein Ball dem Spieler auf Bahn2 oder 5 zuzuordnen ist. Bei unserer Runde zeigt sich dann Loch 13 als das wahre Unglücksloch für Spieler und Golfclub. Das 184 Meter vom Abschlag entfernte Grün dieses Par 3 wird von einem Bunker gut bewacht. Prompt landet der Ball in dem frisch geharkten, aber leicht feuchten Sand. Ein Schlag mit dem neu erworbenen Lob soll den Ball wieder Richtung Loch bringen. Der Schlag beginnt perfekt, fährt leicht unter den Sand, um dann abrupt zu stoppen. Der Klang von Eisen auf hartem Granit fährt schmerzend durch den Ellenbogen und aus dem Sand taucht die Spitze eines schweren Steines auf. Ein absolutes „No go“ für jeden Golfplatz.
Später an der Rezeption wird der liebenswerte Student sich dafür entschuldigen und anmerken, dass er den Platzwart gleich mal losschickt, um die Sache zu bereinigen, mehr passiert aber auch nicht. Da vergisst man dann schnell, dass der Halfway- Kiosk nicht- wie auf vorherige Nachfrage versprochen – geöffnet war ( was dann bei 5 Spielstunden bei 28 Grad nicht gerade den Flüssigkeits-Haushalt stabil hält). Das Restaurant im ersten Stock entpuppt sich dann auch als Stehkneipe mit dem Potential einer Touristenabzocke: Wenn denn schon mal ein Nicht-Portugiese vorbeischaut, kann man fürs Bier auch mal 7 Euro verlangen, Speisekarte gibt’s ja keine und der Spieler kommt aufgrund der Platz-Erlebnisse sowieso nie wieder. So gesehen kann man sich auch die 45 Euro während der Woche und 65 Euro am Wochenende fürs Greenfee auch sparen. Die Gegend Lissabon- Cascais- Sintra hat so viele gute und schöne Golfplätze, da muss man den Lisbon Golfclub nicht unbedingt gespielt haben.
Informationen unter http://www.lisbonclub.com
Weitere Golfplätze in der Nähe unter anderem: Penha Longa http://www.reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1665&cat=golf
Estoril http://www.reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1634&cat=golf
Redakteur: und Bilder: bo Quelle: eigen

eXTReMe Tracker