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Foto by: Grünkohl mit Pinkel

Oldenburger Palme, Grünkohlpralinen und Grünkohlbier [ vom 02.01.2018 ]

Hype um Kohltourhauptstadt Oldenburg
Oldenburg startet mit viel Kohldampf in das neue Jahr: Eigentlich sollte man sich gesünder ernähren, vielleicht sogar vegetarisch, doch in Oldenburg, der Kohltourhauptstadt , geht man andere Wege: Zur Wurst-Spezialität, der „Pinkel“genannt wird, genießen die Einwohner am liebsten Grünkohl, der mundartlich auch „Oldenburger Palme“ genannt wird.
Dass es in der 165.000 Einwohner-starken Stadt auch viele Majestäten gibt, hängt ebenfalls mit dem Grünkohl zusammen. Von Januar bis März nimmt er für die Menschen der Region einen besonderen Platz ein. Wenn es draußen frostig und kalt wird, ziehen sich die Oldenburger warm an und machen sich mit einem mit Schnaps und allerlei Spielkram gefüllten Bollerwagen hinaus aufs Land. Es geht auf Kohltour. Das Ziel: ein Gasthaus, wo deftiger Grünkohl mit Kartoffeln und Pinkel, einer geräucherten Grützwurst, angeboten wird. Der trinkfreudige Abend in einem Landgasthaus nimmt einen krönenden Abschluss: Das Grünkohlkönigspaar wird auserkoren. Ihnen wird die Aufgabe zuteil, die nächste Kohlfahrt zu organisieren und zu führen.
Oldenburg steht in diesen Tagen ganz unter dem Zeichen ihrer „Palme“: In den Geschäften der Innenstadt werden allerlei Kohlartikel angeboten – von Rezeptbüchern über Bekleidung bis hin zu den würzig-süßen Grünkohlpralinen, die Chocolatier Christian Klinge kreiert hat. Auf der Internetseite der Grünkohl-Akademie können Einheimische und Auswertige einen Expertenstatus erlangen. Im Botanischen Garten lernen Gäste etwas über alte Grünkohlsorten und die dortige Grünkohlforschung und -ganz neu im neuen Jahr- rundet ein neues Bier, das „Oldenburger Palmenbräu“ das Angebot ab. Diplombraumeister Josef Herzog der OLs Oldenburger Brauerei hat es unter anderem mit Grünkohl gebraut.
Selbstverständlich kann man sich auch ganz akademisch dem Thema „Kohl“ nähern: Dass die einzelnen Teile einer Kohlfahrt noch eine wesentlich längere Geschichte haben, lehrt das Online-Studium der Oldenburger Grünkohl-Akademie, etwa im Kohloqium zum "Boßeln": Die älteste bisher gefundene Kugel dieses Spiels ist rund 2000 Jahre alt. Und das Kohloqium "Plattdüütsch" leistet einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung, denn es gibt nicht nur Antwort auf die Frage: "Wat is Platt?" Es bietet auch ganz lebensnahe Kurse etwa für die Konversation bei Tisch.
Weitere Informationen unter http://www.kohltourhauptstadt.de
Redakteur: bo, Bilder: Oldenburg Tourismus Quelle: Oldenburg Tourismus

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