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Keine Strafe mehr ,wenn sich der Ball bewegt [ vom 19.03.2018 ]

Neue offizielle Regeln ab 2019
Nach 7 Jahren konnten sich die obersten Hüter der Golfregeln, die R&A (der Name stammt von seinen Mitgliedern ab, die dem Royal and Ancient Golf Club of St Andrews angehören, aber unabhängig von ihm sind) und die USGA ( US-amerikanische Golf Association) jetzt auf neue Regeln einigen, die damit ab dem kommenden Januar gelten.
Golfer müssen aber nicht umlernen, sondern die meisten bekannten Regeln gelten weiterhin. Bei einigen wurden Klarstellungen umgesetzt, wenige verändert: So gilt nun ein anderes Vorgehen beim Dropping: Nimmt ein Golfer zum Beispiel wegen schlechter Platzbedingungen Erleichterung in Anspruch , erfolgt das Droppen nicht wie vorgeschlagen „ aus jeder Höhe“ , sondern aus Kniehöhe.
Es gibt auch keine Strafe mehr für das versehentliche Verschieben eines Balls auf dem Putting-Grün oder bei der Suche nach einem Ball. Ein Spieler ist nicht dafür verantwortlich, dass sich ein Ball bewegt, es sei denn, es ist "praktisch sicher", dass er selbst den Ball bewegt hat.
Der Bereich, in dem ein Golfer eine Erleichterung in Anspruch nehmen darf, wird nicht pauschal mit einer festgelegten Länge gemessen,sondern indem der längste Schläger in seiner Tasche verwendet wird, um je nach Situation eine Schlägerlänge oder zwei Schlägerlängen zu messen.
Eine echte Erleichterung im Turnier dürfte eine Regel werden, die es den Spielleitern erlaubt, Golfern mit höherem Handicap die Möglichkeit zu geben, den Ball in der Nähe des Ortes fallen zu lassen, an dem der Ball verloren oder ins Aus geht, allerdings mit zwei Straf-Schlägen. Damit soll das Spieltempo beschleunigt werden, denn ein Spieler, dessen Ball verloren oder im Aus ist,muss nicht mehr zu der Stelle zurückkehren, von der er den vorherigen Schlag ausgeführt hat.
Ebenso wird das Spiel für die erleichtert, die für das versehentliche mehrmalige Berühren des Balls im Verlauf eines Schlages mit einem Strafschlag bestraft wurden. Golfer zählen einfach den einen Schlag, den sie benötigten, um den Ball zu treffen.
Es gibt auch keine Strafe mehr, wenn ein Ball, der vom Putting-Grün gespielt wird, auf einen bedienerlosen Fahnenstiel im Loch trifft. Damit können Spieler putten, ohne dass die Fahne bedient oder entfernt wird. Auch das bloße Berühren der Puttlinie, zum Beispiel durch das Entfernen von Pitchmarken, bleibt ab Januar 2019 straffrei.
Es gibt ebenfalls keine Strafe mehr für das Bewegen loser Hindernisse in einem Bunker oder für das allgemeine Berühren des Sandes mit einer Hand oder einem Schläger, außer direkt vor dem Ball. Anfänger wird es freuen, daß es die Möglichkeit gibt, den Ball mit einer Zwei-Schlag-Strafe von außerhalb des Bunkers zu spielen. Gleiches gilt auch für rot und gelb markierte "Strafzonen" wie Wasserflächen, Wüsten oder Dschungel.
Generell soll das Spiel auch im Turnier flotter werden. Dazu wurde die Suche nach einem verlorenen Ball von fünf auf drei Minuten reduziert und die Empfehlung gegeben , dass die Spieler nicht mehr als 40 Sekunden brauchen, um einen Schlag auszuführen.
Die neuen Regeln, die in digitaler, textbasierter Form auf http://www.randa.com und http://www.usga.org/rules verfügbar sind, werden nun auch in mehr als 30 Sprachen übersetzt und für die endgültige Veröffentlichung in Print- und Digitalformaten vorbereitet, einschließlich der offiziellen "Rules of Golf" Apps, die von R&A und USGA entwickelt wurden.
Redakteur: bo Quelle: R&A,USGA

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