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Foto by: Rupert Heigl

Mit dm Panzer durch den Wald [ vom 08.05.2018 ]


Wo man Kettenfahrzeuge ausprobieren darf
Es war immer der Traum von Manfred ein so schweres Gerät zu bewegen. Original wiegt der T 55 russischer Bauart über 50 Tonnen und demilitarisiert (für den militärischen Einsatz ungeeignet gemacht) immerhin noch 35 Tonnen. Der schwere Panzer gehört Mario Tänzer, der auf die Frage, warum er gerade Panzer sammelt, antwortet: „Manche sammeln Briefmarken, ich sammle Panzer“! Und er hat eine ganze Menge davon.
Ganz von ungefähr kommt diese Leidenschaft allerdings nicht. Schon sein Vater hat mit dem Ostdeutschen Fahrzeugmuseum in Benneckenstein eine fast komplette Sammlung aller DDR Fahrzeuge zusammengetragen. Der Besuch ist in jedem Fall sehr empfehlenswert. Ein Tipp: Gleich eine Führung mit Tänzer Senior dazu buchen. Er weiß über jedes Detail Bescheid und macht das Museum selbst für nicht gelernte DDR Bürger unglaublich attraktiv.
Gleich daneben hat sich in der Zwischenzeit Manfred in die enge Fahrerluke des T 55 gezwängt und Mario erklärt  geduldig, wie die etwa 20 Pedale, Schalter und Hebel zu bedienen sind, um den Koloss in Bewegung zu setzen. Manfred kommt aus der Technik, versteht schnell und kann nach 20 Minuten das Gerät starten. Mit Höllenlärm erwachen die 650 PS im Zwölfzylinder Diesel zum Leben. Allein beim Start verschlingt der durstige Motor etwa 20 Liter Sprit. Gekonnt setzt es Manfred über den von Mario gebauten, durchaus schwierigen Parcours in Bewegung. Mario liegt neben der Fahrerluke und gibt Tipps wie man am besten durch die Senken und Löcher fährt. Höhepunkt ist eine eineinhalb Meter tiefe Schlammgrube, in der selbst der T 55 fast bis zur Fahrerluke versinkt. Manfred meistert auch dieses Hindernis und bekommt vom Fahrlehrer nach Beendigung der Strecke ein dickes Lob. Nicht alle Aspiranten sind so begabt wie er und manchmal wird die Geduld des Instruktors auf eine harte Probe gestellt. Doch Mario ist sehr geduldig und hat noch alle Bewerber über die Schlammpiste gebracht. Ganz billig ist das Vergnügen allerdings nicht: Rund 299 Euro muss ein Bewerber für eine Stunde Panzerfahren auf den Tisch legen. Günstiger sind  kleinere Kettenfahrzeuge mit 169 Euro oder Radfahrzeuge schon ab 49 Euro. Mitfahrten sind schon ab 5 Euro zu haben. Ganz umsonst ist Zuschauen an der schön gelegen Strecke direkt an der Harzquerbahn in Benneckenstein.
Manfred hat seine Sache sehr gut gemacht und ist nach der Fahrt glücklich. Für ihn war es ein tolles Erlebnis, das tonnenschwere Monster durch den Hochharz zu bewegen.
Weitere Informationen unter http://www.panzerfahren-harz.de
Redakteur: Und Bilder: Rupert Heigl Quelle: Eigen

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