Die „Titanic der Pyrenäen“ wird wiederbelebt

Der einst prunkvollste Bahnhof der Welt wird zum Luxushotel
Auf der Karte liegt der Ort Canfranc in Spanien im Irgendwo zwischen Pamplona und Barcelona, auf halber Strecke noch vor Andorra. Doch das war nicht der Grund, warum hier der schönste und prächtigste Bahnhof der Welt gebaut worden war. Der entstand 1908 mit dem Bau der Eisenbahnlinie quer durch die Pyrenäen von Frankreich nach Spanien. Und Spanien wollte mit dem epochalen Bau die Zugreisenden beeindrucken. Mit 241 Meter Länge, mit drei Stockwerken, hohen Decken, unzähligen Türen und noch mehr Fenstern wurde der Koloss zum Herzstück der nach 20 Jahren Bauzeit eröffneten spektakulären Strecke.

Nach Jahrzehnten des Dämmerschlafs, ausgelöst durch die Einstellung des Bahnbetriebs soll der Bahnhof von Canfranc mit dem Spitznamen „Titanic der Pyrenäen“ jetzt zum 5-Sterne-Luxushotel umgewandelt werden. Wie die britische Zeitung „Independent“ berichtet, werden 27 Millionen Euro investiert, die Wiedereröffnung mit neuem Konferenzzentrum, einem Eisenbahnmuseum und Geschäften soll Ende 2022 gefeiert werden.

Bewegte Geschichte
Unter den Gästen bei der Einweihung 1928 wurde der spanische König Alfons XIII. sowie der französische Staatspräsident Gaston Doumergue begrüßt. Der Prunkbau war das Highlight der Strecke, die über mehr als 80 Brücken, zahlreiche Viadukte und durch Tunnel führte. Darunter ein Tunnel mit der damals unglaublichen Länge von acht Kilometern. Doch schnell wurde die Strecke unrentabel: gebaut im Glauben an das weltweite Wirtschaftswachstum, brachen die Umsätze mit der Wirtschaftskrise schon nach einem Jahr ein. 1936, mit Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs, wurden immer wieder Teile der Strecke gesprengt, um das Franco-Regime zu hindern, ihre Truppen im Grenzgebiet zu verschieben.

Im Zweiten Weltkrieg diente die Trasse zunächst als Flüchtlingsweg vor den deutschen Nationalsozialisten aus Frankreich nach Spanien, zu Kriegsende den Nazis vor den vorrückenden Truppen der Allierten auf umgekehrten Wege. Zwar kam ab 1948 wieder Bewegung auf die Strecke, rentabel wurde sie aber nie. Als ein Güterzug 1970 auf der Strecke entgleiste, wurde der Bahnverkehr komplett eingestellt und verfiel in einen nun über 50 Jahre andauernden Dornröschenschlaf.

Seit 2014 wird der Bahnhof wieder restauriert. Schon heute zählt er als Touristenattraktion, liegt Canfranc auch auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Nicht nur darauf sollen die Investoren setzen.


Quelle: Indipendent

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