Sommer, Sonne, Spritz

Der Klassiker und zwei mondäne In-Alternativen

Sommer, Sonne, Spritz - diese drei Begriffe sind ja schon fast synomym. Seit der Aperol-Spritz von Venetien aus über den Gardasee und München die gesamte Repulik erobert hat, leuchtet das orangefarbene Getränk, das farblich so hervorragend zum Sonnenuntergang passt, auf allen Terrassen zwischen Hamburg und Berchtesgaden. Die Venetianer waren wohl die ersten, die sich einen Schuss Farbe mit Bitternote in ihrem Weißwein oder Prosecco gegönnt haben. Wobei der Name „Spritz“ ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Einen „Gespritzten“, einen mit Wasser verdünnten Wein, verlangten die österreichischen Soldaten, als das Veneto noch zur KuK Monarchie gehörte und von Aperol noch keine Rede war.
Die deutsche Antwort auf Aperol-Spritz heißt „Hugo“ und ist inzwischen ähnlich weit verbreitet, hat es sogar bis nach Italien geschafft. Die zartgrüne Prosecco-Hollundermischung und der käftige orangefabrene Aperol-Spritz sind eindeutig die Platzhirschen, aber es gibt interessante und elegantere Alternativen


First Sip of Summer - CHANDON-Garden-Spritz

Hat man nicht schon zu Zeiten des Wirtschaftswunders gerne mal ein Gläschen Sekt mit Orangensaft getrunken? Der CHANDON Garden Spritz greift diese Idee witzig auf, aber natürlich unvergleichlich eleganter und edler. Man sollte übrigens auch nicht auf die Idee kommen, ihn mit den schon fertig gemixten Aperols und Hugos zu vergleichen. Alles aus einer Flasche ja, aber das ist auch schon alles, was den neuen In-Drink mit den Massen-Aperols und –Hugos verbindet. Die Qualität ist eine andere. Schließlich ist der Drink renommierter Herkunft.
Die berühmte Champagnermarke MOET CHANDON, ganz ohne Moet - das kennt man bisher vor allem in Südamerika. In Argentinien hat sich das Champagnerhaus schon im letzten Jahrhundert Latifundien gesichert, unter anderem auch welche, die sich für den Anbau der klassische Champagner-Rebsorten eignen. Diese sind denn auch die Basis des CHANDON Garden Spritz: Chardonnay, Pinot Noir und Semillon Trauben, die auf ca. 1000 Meter Höhe in Mendoza am Fuß der Anden gedeihen. Dazu kommt ein Bitterlikör aus sonnengereiften Orangen sowie exotischen Kräutern und Gewürzen. Diese Mischung gibt dem Aperitif sein feines Aroma. Kein Farbstoff, keine künstlichen Aromen, alles Natur in dem zartbitteren, leicht orange schimmernden Schaumwein mit champagnerähnlicher Perlage. Auf Eis serviert mit einem Rosmarinzweg, einer Himbeere, Blaubeere oder auch einer Scheibe Orange ist der CHANDON Garden Spritz der absolute Sommerhit: erfrischend leicht, denn er hat nur 11,5 %Alkohol. Im Fachhandel kostet die Flasche zwischen 15 und 20 Euro.

Botanical Drink von Nonino

Aus ähnlich gutem Haus stammt der „Botanical Drink“ aus dem Friaul, der in diesem Jahr beim „Meiningers International Spirits Award“ als bester Aperitif des Jahres gekürt wurde.
Die Destillerie Nonino ist bekannt für Grappa in edlen Flaschen und dafür, aus dem einfachen Bauernschnaps ein absolutes Luxusgetränk gemacht zu haben. In dem Bontanical Drink steckt nicht nur über 100 Jahre Erfahrung, sondern auch geballte Frauenpower. Christina, Antonella, Elisabetta und Francesca Nonino haben sich von alten Rezepten Ihrer Großmutter und Urgroßmutter inspirieren lassen und diesen Drink kreiiert. Er besteht aus Früchten, Kräutern und Gewürzen (natürlich alles streng geheim) und dem Signature Brand des Hauses Nonino UÈ aus Fragolino-Trauben. Das alles zusammen ergibt ein florales, leicht bitteres, fruchtiges Aroma. Der Bontancial Drink enthält ebenfalls nur natürliche Zutaten, keinerlei künstliche Aromen und erst recht keinen Farbstoff. Der Barkeeper Simone Maion aus Udine empfiehlt folgendes Rezept für einen Botanical-Spritz: 4 cl L ?Aperitivo Nonino BotanicalDrink, 10 cl Tonicwater oder Ribolla Gialla, ein Spumante aus der typisch friulanischen Rebsorte, 1 Spritzer und ein wenig Schale einer unbehandelten Zitrone oder einer Frucht der Saison, das alles über reichlich Eiswu?rfel und dann heißt es nur noch CinCin oder Santé!
Der Aperitiv kostet im Fachhandel zwischen 21 und 25 Euro.

Quelle: eigen

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