Flensburgs Ripper, Göhrde-Mörder und Burg Frankenstein

Gruselige Orte in Deutschland
Wer sich noch nicht entschieden hat, wo er die gruseligste Nacht des Jahres verbringen möchte, kann sich ja auf die „Ausflugs“-Tipps von kurzmalweg.de stürzen. Da wäre zum Beispiel der Staatsforst Göhrde nahe Bad Bevensen in Niedersachsen. Er galt lange als romantischer Ausflugsort für verliebte Pärchen. Dies änderte sich schlagartig, als er Ende der 1980er Jahre Schauplatz zweier Doppelmorde an Liebespaaren wurde. Besonders düster: Das zweite Verbrechen soll sich ereignet haben, während die Polizei nur wenige hundert Meter entfernt die Spuren des ersten Doppelmordes sicherte. Erst Ende 2017 wurde der mutmaßliche, bereits verstorbene, Mörder ermittelt, bis heute sucht die Kriminalpolizei nach seinem Komplizen. Spaziergänger und Ausflügler haben die Göhrde lange gemieden, der Name „Totenwald“ hält sich hartnäckig.
Ob Romanklassiker oder eine der zahlreichen Verfilmungen – Gruselfans kommen um „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ von Mary Shelley aus dem Jahr 1818 nicht herum. Viele historische Hinweise besagen, dass der Ursprung der Geschichte auf der circa 750 Jahre alten Burg Frankenstein im Odenwald liegt. Der Legende nach soll hier der Alchemist und Arzt Johann Konrad Dippel von Frankenstein versucht haben, aus Leichenteilen, dem Blut von Jungfrauen und „geheimen Künsten“ einen neuen Menschen zu erschaffen. Die erschaffene Gestalt schaffte es zu entkommen und treibe seither in den umliegenden Wäldern ihr Unwesen. Von dieser Schauergeschichte hörten die Gebrüder Grimm und ließen sie der englischen Übersetzerin ihrer Märchen zukommen – der Stiefmutter von Mary Shelley. Die Burg Frankenstein nimmt sich ihrer schaurigen Geschichte an und richtet jährlich eine der größten Halloween-Parties Deutschlands aus.
Im Jahre 1362 überschwemmte eine verheerende Sturmflut, die „Grote Mandränke“, die Ortschaft Rungholt in der nordfriesischen Küstenlandschaft Strand und ließ sie in der dunklen Nordsee verschwinden. Während Rungholt vermutlich ein bäuerlicher Handelshafen war, hielten sich lange und hartnäckig Überlieferungen einer prunkvollen, von Reichtum gesegneten Stadt, deren Bewohner in Saus und Braus lebten. Der Legende nach wurde die große Flut von einem Pfarrer heraufbeschworen, dem die Bewohner Unrecht getan hatten und der ihr gottloses Verhalten bestrafen wollte. Alle sieben Jahre sollen seither die Kirchglocken von Rungholt zu hören sein. In der Gegend rund um Pellworm und Nordstrand in Nordfriesland kann man heute auf den Spuren der versunkenen Stadt wandeln.
Im Jahr 1888 versetzte eine grausame Mordreihe an Prostituierten im Londoner Viertel Whitechapel die Stadt in Angst und Schrecken. Der Mörder wurde nie gefasst und ging als „Jack The Ripper“ in die Kriminalgeschichte ein. Viele Jahre später fiel der Verdacht auf den deutschen Seefahrer Carl Ferdinand Feigenbaum. Er war in New York bei einem ähnlichen Mord erwischt worden. Außerdem hatte zu den Zeiten der Morde in Whitechapel, stets nur wenige Straßen vom Tatort entfernt, das Handelsschiff „Reiher“ im Hafen gelegen, zu dessen Crew Feigenbaum gehörte. Als im Juli 1889 nach dem typischen „Jack The Ripper“-Muster eine Prostituierte in der Hafenstadt Flensburg ermordet wurde, zogen Kriminalisten Parallelen zu „Jack The Ripper“ und später zu Feigenbaum.
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Quelle: KMW-reisen

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