Das „Aus“ für den Bergkramerhof

Golfklub des „Golf-Rebell“ Hingerl schließt Ende 2022
Das kam einem Paukenschlag gleich. Ausgerechnet der Golfklub des „Don Quichotes der Golfplätze“, Josef Hingerl, muss zum Ende des Jahres 2022 die Fahnen aus den Löchern ziehen. Grund dafür ist, dass der Pachtvertrag für das Gelände, auf dem die ersten 9 Löcher und die Gebäude liegen, nicht verlängert wird.

In einem Schreiben des Präsidenten Josef Hingerls an seine Mitglieder klärte er jetzt auf, dass es zwar mit den Besitzern des Geländes der zweiten 9 Löcher zu einer Einigung kommen würde, doch der Hauptteil eben definitiv nicht verlängert wird. Nach Hingerl will der Besitzer, Helmut Danhuber dort jetzt Mais anbauen. Doch nach Vermutungen der „Süddeutschen Zeitung“ geht es wohl eher darum, das der Hof, in dem Club und Restaurant untergebracht sind, zu einem Hotel, losgelöst vom Golfbetrieb, umgestaltet werden sollen.

Damit muss die "erste ökologische Golfanlage in Deutschlands" schließen. Die war am Bergkramerhof entstanden, weil für den im Wolfratshauser Wasserschutzgebiet gelegenen Platz keine Düngemittel nach Grundbucheintrag erlaubt sind. Als 2013 Keime und Pestizide festgestellt wurden und der Platz schon damals vor dem „Aus“ stand, setzte Hingerl ein ökologisches Projekt konsequent um: Auf dem Gelände wurden keine chemischen Pflanzenschutzmittel mehr verwendet, schädliche Pilze nachts mit UV- Licht abgetötet. Sogar Handrasenmäher wurden eingesetzt.

Bekannt wurde Josef Hingerl weit über die Wolfratshauser- Bad Tölzer-Landkreisgrenze hinaus, als er als „Golf-Rebell“ gegen die Corona-Sportstätten-Regeln der Staatsregierung absichtlich verstieß und sogar das Eingreifen der Polizei in den damals illegalen Golfspielbetrieb provozierte ( siehe https://reisenundgolfen.de/?set=pages&p=golf&pID=2879&rd und weitere Berichte).

Um den streitbaren Klubpräsidenten muss man sich aber nicht sorgen: „Ich bin nunmehr 73 Jahre alt und habe noch neben dem Golfhotel Fahrenbach, den Anwaltskanzleien und meinem Bauernhof genügend Aufgaben.“ In seinem Newsletter bat er auch noch die Nachbarklubs um Unterstützung für die Mitglieder des Bergkramerhofs: „Unsere Mitglieder suchen ab 2023 eine neue Heimat in den Nachbarclubs. Ich habe alle Nachbarclubs wegen Sonderkonditionen für unsere Mitglieder angeschrieben.“
Mehr u.a.in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/erster-oekologischer-platz-deutschlands-schluss-fuer-den-golfklub-bergkramerhof-1.5363546

Quelle: div.

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