Der Tourist und der E-Scooter

Was man bei Reisen bei der Nutzung wissen sollte

Für E-Scooter gelten generell die im Land herrschenden Verkehrsvorschriften. Vor allem in verkehrsreichen Metropolen gibt es aber zusätzliche Verhaltensregeln.
In Paris sind -wie auch in vielen anderen französischen Städten- E-Scooter auf Gehwegen verboten, um Chaos zu vermeiden. Andernfalls droht ein Bußgeld von 135 Euro. Das gilt für die Schweiz. Dort werden die Roller bis 25 Kilometer pro Stunde einem Fahrrad gleichgestellt, unterliegen Tempolimits und benötigen Bremse, Klingel und Beleuchtung.
In Italien ist das Fahren nicht auf der Straße, sondern nur in Fußgängerzonen, auf Fußgänger- und Radwegen und in Tempo-30-Bereichen erlaubt. Sogar innerhalb eines Landes gelten unterschiedliche Richtlinien je Stadt. So darf man auf Mallorca während der Fahrt weder telefonieren noch Musik hören, während für das ebenfalls in Spanien liegende Andalusien andere Regeln gelten: In Málaga ist das Abstellen der Roller in der Innenstadt verboten und in ganz Andalusien gilt ein Tempolimit von 10 Kilometern pro Stunde. Auch das Mindestalter der Nutzer variiert von 14 bis 18 Jahren.

Trotz Vorschriften und neuer Verkehrsregeln kommt es immer wieder zu Unfällen und Verletzungen. Oft unterschätzen Fahrer das Tempo oder sind schlichtweg ungeübt mit dem neuen Gefährt. Rechtlich müssen alle Elektroscooter-Anbieter eine Haftpflichtversicherung besitzen, die auch für ausländische Mieter greift und Schäden am Roller und Personen abdeckt. Das Thema ist allerdings bei vielen Dienstleistern nicht sehr transparent.
Arztbesuche im Ausland werden schnell teuer. Deshalb ist eine Reisekrankenversicherung, wie zum Beispiel die ERGO-Reiseversicherung, ratsam, die alle medizinischen Behandlungen übernimmt. So fährt es sich mit einem sicheren Gefühl durch die Gassen.

Die E-Scooter Sharing-Dienstleister Lime, Bird, Tier und Circ dominieren derzeit den boomenden Markt der Elektrotretroller. Alle Anbieter funktionieren nach dem gleichen Prinzip: App runterladen, E-Bike mieten und bargeldlos per Kreditkarte oder Paypal bezahlen.
Auch preislich gelten weltweit in etwa die gleichen Konditionen. So kostet in denVereinigten Staaten von Amerika der Verleih durchschnittlich eine einmalige Freischaltgebühr von einem Dollar plus 0,15 bis 0,30 Cent pro genutzte Minute. In Europa werden ähnliche Eurobeträge fällig. Eine halbstündige Fahrt kostet damit durchschnittlich 5,50 Euro. Im Vergleich zu einer Metrofahrt in Paris für 1,50 Euro ist das nicht gerade ein Schnäppchen. Die Anbieter begründen diesen Preis mit den hohen Logistik- und Instandhaltungskosten der E-Roller.

Quelle: ERGO Reiseversicherung

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