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Foto by: Loch 12
Foto by: Stilleben Loch 11
Foto by: parkähnliche Landschaft
Foto by: Klubhaus

Golfen mit Schaumwein im Kopf [ vom 20.10.2017 ]

Der Golfkurs Franciacorta im Test
Selten kann eine Überschrift so zweideutig sein: Natürlich sollte man sich nicht mit Perlwein angetrunken haben, bevor man auf diesen Kurs geht, aber man wird nicht verhindern können, ständig an ein prickelndes Gläschen nach der Runde zu denken. Der Golfkurs von Franciacorta ist einer der ältesten Golfclubs Italiens, gegründet 1927 von Baron Pizzini, einem Winzer, auf dessen Weingut heute edle Schaumweine von Franciacorta produziert werden. Fast möchte man sich freuen, dass die in früheren Tagen als Abschlagsmarkierungen in den Boden gesteckten Sektflaschen nicht mehr exsistieren, denn sonst würde man an einem heißem Tag vielleicht die Runde nicht zu Ende spielen, da der Wunsch nach Kalt-Perligem zu stark würde.
Und das wäre ausgesprochen schade, denn der 27-Loch-Kurs bietet mit den 18-Loch „Brut“ und „Saten“ (für Männer 5921 Meter,CR 71,9, Slope 131; für Damen 5231 Meter, CR 73,8, Slope 129) sportlich Anspruchsvolles in gepflegter Umgebung. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die unteren Löcher, die um einen 50.000 Quadratmeter großen künstlichen See angeordnet sind. Lefties werden an Loch 2 und 3 die großen Wasserflächen fürchten, wenn sie zu slice-Schlägen neigen, Rechtshänder müssen nur auf Bahn 11 aufpassen, da lauert ein fliessender Übergang vom Bunker zum Seewasser. Die Attraktion des sehr gepflegten Kurses dürfte Loch 11 sein, ein Inselgrün mit Par 3 und 111 Metern Länge, das aber durch sein ausladend angelegtes Grün keine allzu großen Schwierigkeiten beinhaltet.
Der Kurs lässt sich trotz einiger zu bewältigender Hügel locker laufen, auch wenn interessante Hindernisse wie Mauern oder Wassergräben dann umgangen werden müssen, denn dafür liegen die Abschläge meist sehr nahe an den vorangegangenen Grüns. Toiletten und Wetterschutzhäuschen sind auf dem Kurs leider Mangelware. Die Preise gehen mit 50 Euro an Werktagen und 78 Euro an Wochenenden und Feiertagen in Ordnung.
Für diesen Golfplatz sollte man sich aber dennoch viel Zeit nehmen. Nicht etwa weil man viele Wartezeiten auf dem Platz zu erdulden hätte, sondern weil man sich unbedingt danach unter die Steinbögen am Klubhaus setzen sollte. Umrankt von Bougainvilleas geben sie den Blick auf die parkähnliche Anlage frei, doch dieser fantastische Ausblick macht nur 10 Prozent von dem Vergnügen aus, das sich ergibt, wenn man sich auf die Gastronomie einlässt: Natürlich steht an erster Stelle der Franciacorta- Schaumwein, der hier auch als „Golf 1927“, eine Reminiszens an den Gründer des Klubs, daherkommt, herrlich kühl prickelnd mit leicht säuerlicher Note. Obwohl, fast schon ungerecht, das Essen fast gleichberechtigt gewertet werden muss. Hier kocht ein Süditaliener, der nicht nur Spaghetti Vongole so serviert, wie sie gehören, sondern auch noch ein Faible für Süßspeisen besitzt, bei dem man sich nicht entscheiden kann, welche der Traumspeisen es am Ende sein muß.
Weitere Informationen unter https://www.franciacortagolfclub.it
Zu Franciacorta- Weinen und Essen in der Region siehe auch: http://https://www.reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1629&cat=reisen#6
Redakteur: und bilder:bo Quelle: eigen

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