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Fast „Lost in Paradise“ [ vom 13.09.2018 ]

Der GC Garmisch-Partenkirchen im Test
Dieser Club ist nicht leicht zu finden. Zirka 8 Kilometer nördlich von Garmisch-Partenkirchen liegt der Golfplatz rechts der Loisach in Oberau. Doch das bleibt nicht das einzige Hindernis: Wir haben mehrere Golfuhren und-Apps ausprobiert, und – obwohl die Umstellung bereits im März erfolgte – alle waren nicht in der Lage, die korrekte Spielbahn anzugeben. Ein einfacher Zettel an der Rezeption, bei der man ansonsten freundlich aufgenommen wird, der auf die Umstellung von den hinteren Neun zu den vorderen Neun hinweist, würde ja genügen.
Diese Umstellung war wohl erforderlich, weil viele ältere Mitglieder nur die deutlich attraktiveren ehemaligen hinteren neun Löcher spielen wollten und damit wohl öfters Greenfee-Spielern in die 10 hineinrutschten. Soweit zum „Lost“, doch in der Überschrift steht ja auch noch das Wort „Paradise“.
Dieser Platz ist ein klassischer Parkland-Kurs, eher flach gehalten mit hohem Baumbestand, sattem Grün und natürlich mit Blicken in die unvergleichliche Landschaft des Werdenfelser Landes. Kreuzeck, Alpspitze und Zugspitze liegen im Tunnel einiger Fairways ohne den Spieler zu erdrücken. Zusätzlich zeigt sich der Platz sehr gepflegt, mattige Fairways und nicht allzu schnelle Grüns lassen auch Durchschnittsspieler einen vernünftigen Score erzielen. Mit 5929 Metern für Herren (CR 71,4; slope 127) und 5222 Metern für Damen ( CR 73,3 ; Slope 126) ist der Platz aber durchaus sportlich-anspruchsvoll. Zu den schönsten Löchern zählt Bahn 4, ein Par 5, das sich zunächst abwärts spielt, bevor gleich zweimal Bachläufe gequert werden müssen. Der Lauterbach ist dabei so gebirgswasserklar, dass auch verspielte Bälle locker gefunden werden können. Nicht ganz ungefährlich ( für Autofenster) ist das Loch 8, ebenfalls ein Par 5 mit 445 Metern für Herren ( 393 Meter für Damen), da es die Zufahrt zum Golfclub quert. Loch 9 ist ein schönes Par 3 direkt unterhalb des Balkons des Klubhauses. Dort sitzen schon die älteren Clubmitglieder und lästern auch mal bei Gelegenheit.
Vor dem 10.Loch steht auch noch ein Toilettenhaus bereit, dessen Türen mit PIN-Code gesichert sind, der gleich darüber angeschrieben steht. Manches muss offensichtlich nicht Sinn machen. Die neuen hinteren 9 Löcher sind optisch nicht mehr so attraktiv wie die vorderen, zeigen sich aber im Spiel als herausfordernd. Hier sind es vor allem Buckel, Wellen und Gräben im Fairway und nach unten abgerundete Grüns, die einen vernünftigen Score erschweren.
Kritisch anmerken muss man auch noch das Fehlen von Distanzstäben ( was angesichts anfangs nicht funktionierender Uhren und der Tatsache, daß es kein Birdiebook gibt, erstaunt) und Getränkeautomaten an den entfernteren Stellen. Im Test kam kein Marshall vorbei, was allein schon deswegen überrascht, weil der als Starter arbeitende Caddiemaster, viele 4er Flights in kurzen Abständen auf den Kurs ließ. Schon am ersten Par 5 waren schließlich 4 Flights gleichzeitig im Spiel, Wartezeiten an den Par 3s die natürliche Folge.
Clubmitglieder werden die Stauzeiten kennen, ambitionierte Greenfee-Spieler sollten sie erfragen. Der klassische Urlaubsspieler wird hier schönstes Spiel in herausragender Landschaft in Ruhe geniessen können. Im Anschluß an eine Runde rentiert sich die Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen für außergewöhnliche Gaumengenüsse ( siehe https://reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1958&cat=reisen)
Weitere Informationen zum Golfclub unter https://www.golfclub-garmisch-partenkirchen.de
Zu Garmisch-Partenkirchen unter https://www.gapa.de
Redakteur: bo Quelle: eigen

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