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Foto by: Urslautal
Foto by: Urslautal
Foto by: Kühe als Zuschauer
Foto by: Getränkespender

Spielen in der Kitschpostkarte [ vom 06.10.2018 ]

Der Golfclub Urslautal im Test
Der Golfclub Urslautal liegt auf einem Hochplateau zwischen Saalfelden und Maria Alm im Salzburger Land. Wer hier bei bestem Sonnenschein im Herbst ankommt, fühlt sich in eine Kitschpostkarte gesetzt: Die Farben so satt unwirklich, wie im Photoshop bearbeitet, die Gipfel der umliegenden Berge gestochen scharf vom überblauen Himmel abgesetzt. Der Panoramablick schließt vom Norden das Persalhorn, das Breithorn, Schönegg und Schönfeldspitze ein, führt über den östlichen Baleitenkopf zu den Salzburger Schieferalpen im Süden mit Schwalbenwand und Schönwieskopf bis im Westen zur Schulterbachshöhe. Da ist der Greenfee-Spieler oft verleitet, sich nur im Kreis zu drehen und zu schauen.
Dabei verlangt der Platz durchaus seine volle Aufmerksamkeit. Mit 5738 Metern für Herren ( CR 70.3, Slope 124) und 4933 Metern für Damen ( CR 71,4; slope 122) ist der Platz sportlich-anspruchsvoll bemessen. Die Löcher 1 und 2 liegen oberhalb der Straße vom modernen Klubhaus. Schräg spielt es sich nach oben, während Loch 2 im leichten Kurvenradius nach links zieht. Loch 3, ein nettes par3, dient dabei häufig als Einstieg für Spätankömmlinge, bevor es wieder auf der anderen Straßenseite weitergeht. Dort heisst es, zunächst über ein breites Biotop hinwegzuspielen. Pferde und Kühe sind interessierte Zuschauer, die den Spieler schon mal vom Grün zum nächsten Abschlag auf ihrer Seite des Zaunes begleiten. Loch 8, ein Par 5 mit stattlichen 490 Metern, gilt zurecht als schwerstes Loch, denn es bietet die gesamte Palette an Schwierigkeiten: rechts der Wald, links ein Biotop, ein querender Bachlauf, Teich und ein bewachender Bunker vor dem Grün. Der Weg vom Grün der 9 zum Abschlag des zweitschwersten Lochs ist relativ weit und führt unterhalb des Klubhauses entlang. Die einzige Möglichkeit, auf der Runde eine Toilette zu besuchen oder Erfrischungen zu erstehen ( allerdings gibt es Trinwasserspender an manchen Löchern).
Der Platz selbst ist recht gepflegt, die Angestellten im Proshop und an der Anmeldung sind freundlich und hilfsbereit. Das Greenfee mit 85 Euro ist nicht ganz billig. Ein abschließender Kaffee ( beziehungsweise ein Brauner) oder eine Radler lassen sich auf der großzügigen Terrasse genießen.
Der Platz gehört ebenso zur Golf Alpin Card wie der benachbarte GC Brandlhof ( siehe https://reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1979&cat=golf). Weitere Informationen unter
https://www.golf-urslautal.at
Redakteur: und Bilder: bo Quelle: eigen

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