Ein Platz der duftet
das schwerste Loch
Blick von der 10 aufs Klubhaus
Der Golfkurs Is Molas bei Pula im Test
Ungefähr 35 Kilometer von Sardiniens Hauptstadt Cagliari entfernt, liegt der südlichste Golfplatz der italienischen Mittelmeerinsel, Circolo Golf Is Molas. Er ist einer der vier 18-Loch-Plätze Sardiniens und wegen seiner langen Fairways gerade bei Wind selbst von Profi-Spielern gefürchtet. Mit 6155 Metern Länge ( CR 73,5;Slope 131) für Herren und 5345 Metern (CR 75,6; Slope 130) für Damen ist der Platz sportlich und anspruchsvoll, damit gerne Austragungsort auch großer Turniere.
Der Kurs liegt nur ein paar Kilometer vom Meer entfernt, der frische Wind zieht eine sanfte Hügelkette entlang landeinwärts. Dieser Wind wird in den Sommermonaten als ausgesprochen angenehm für den Körper empfunden, in den kalten Monaten hingegen als wahrer Gegenspieler identifiziert.
Greenfeespieler sollten unbedingt ein Birdiebook erstehen, das die Lagen der einzelnen, zum Teil uneinnehmbaren Fairways mit guten Entfernungsangaben darstellt. Auch die englischen Beschreibungen sind sehr hilfreich, geben auch Tipps für den durchschnittlichen Spieler.
Der Platz erinnert zwar an einen Parklandplatz, bietet aber ein paar Löcher, die eher an einen Linkskurs erinnern, ebenso hat er Löcher zu bieten, wie man sie eher in Moorlandschaften vermutet.
Das schwierigste Loch ( Bahn 5, Par 4) entpuppt sich erst am Ende als echte Herausforderung: Nach einer tiefen Senke mit Bach liegt das zweistufige Grün auf der Gegenseite auf der Spitze eines kleinen Hügels, umrandet von stacheligem Gestrüpp. Ist der Ball zu kurz gespielt, rollt er unweigerlich in den Bach, spielt man ihn zu lang, dürfte er sicher verloren sein. Der Platz wird immer dort besonders interessant, wo Wasser ins Spiel kommt. So muss bei Loch 9( Par 4) nach einem unabsehbaren Abschlag einen Hügel hinauf ein kleiner Teich überspielt werden, der Vorlegen nahelegt. Das anschließende Par 3 muss nicht über Wasser angespielt werden, vorsichtigere Spieler peilen das Fairways auf der linken Seite des Teiches an.
Es folgen bis Loch 15 ein paar Bahnen, die sicherlich in Erinnerung bleiben. Die letzten drei Löcher haben dagegen wieder Obstwiesencharakter.
Der Platz macht einen gut gepflegten Eindruck, ausgesperrte Stellen in den Grüns werden bestens bearbeitet. Das Klubhaus befindet sich in der Mitte des Kurses, zwei zusätzliche Toilettenanlagen an den beiden äußeren Enden sorgen für beste Versorgung, ebenso wie zwei Wasserstellen, an denen kaltes Wasser kostenfrei gezapft werden kann. An Turniertagen bietet ein Halfway-Kiosk Speisen (belegte italienische Brote um 5 Euro) und Getränke an ( Softdrinks 3,50 EUR). Das Personal vom Sekretariat bis zum Caddy-Master ist ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Überraschenderweise war am Testtag ( Sonntag) trotz eines großen Turniers mit einheimischen Spielern kein Teilnehmer im Anschluß auf der Klubhausterrasse, die einen schönen Blick über einen Großteil des Areals bietet.Auf einen Test von Speisen und Getränken wurde verzichtet. Es darf davon ausgegangen werden, das die Qualität des Top-Resorts Forte Village, das nur 5 Autominuten entfernt liegt ( siehe
https://reisenundgolfen.de/index.php?set=details&id=1877&cat=reisen#5 ), nicht erreicht wird.
Im August muss ein Greenfee-Spieler mit 100 Euro rechnen, in den anderen Monaten werden an Werktagen 80 Euro, an Wochenenden 90 Euro fällig.
Weitere Informationen unter https://www.ismolas.it
Alle getesteten Golfplätze finden Sie unter https://reisenundgolfen.de/?set=pages&p=golf&pID=2191
Quelle: eigen
Share on Facebook