COVID-19 und Krieg in der Ukraine: Wie teuer wird der Urlaub?

Preissteigerungen nur bedingt erklärbar
Dass sich der Urlaub verteuern würde, war abzusehen. Nach zwei Jahren fast Stillstand in der Reisebranche, ist die Lust endlich „Fortzufahren“ extrem hoch, die Kapazitäten aber nicht vorhanden. Gesteigerte Nachfrage bei kleinem Angebot steigert die Preise, dazu kommt die hohe Inflationsrate, die die Kosten für alles, vom Flug, über die Unterkunft bis zum Essengehen, verteuert.

Ein Blick in die Daten einiger Vergleichsportale sowie Stichproben, die das Online-Portal „businessinsider.de“ gemacht hat, zeigen, dass die Teuerungsrate für Pauschalreisen, Flüge und Unterkünfte, sowohl in typischen Urlaubsregionen als auch im Inland, oft doppelt so hoch liegt.

Deutliche Preissteigerungen gibt es bei den drei beliebtesten Urlaubsdestinationen der Deutschen für Pauschalreisen, der Türkei, Ägypten und Mallorca. Daten des Buchungsportals check24 zeigen, dass in den Sommermonaten Juni, Juli und August 2022 im Vergleich zum Vorjahr eine Preissteigerung um 13,7 Prozent festzustellen war. Das Konkurrenzportal Holidaycheck stellte bei Sommer-Pauschalurlaub auf Gran Canaria sogar eine 24 Prozent Steigerung fest, im griechischen Ressort Kos wurde es im Schnitt 19 Prozent teurer und auf Teneriffa um 18 Prozent.

Die Preissteigerung bei Pauschalreisen ist dabei noch milde, wenn man sie mit den Kosten für individuell gebuchtes vergleicht: Die Urlaubsplattform Holidu sieht die Preise für Ferienunterkünfte in Spanien im Schnitt 32 Prozent höher als vor Corona, dabei sind Kostensteigerungen durch den Ukrainekrieg noch gar nicht einbezogen.

Richtig teuer wurden Flüge in populäre Urlaubsorte. Dabei konnte“businessinsider.de“ feststellen, das ein Ticket nach Alicante im Mai gut 71 Prozent mehr als vor drei Jahren kostete, Mallorca wurde im selben Zeitraum 61 Prozent teurer und die portugiesischen Algarve 41 Prozent teurer. Das Argument des Verbandes der deutschen Luftfahrtindustrie, es läge an den hohen Treibstoffpreisen, kann nicht gelten, denn der Anteil der Treibstoff-Kosten an den Gesamtkosten eines Fluges liegt nur bei 30 bis 40 Prozent. Gleichzeitig konnte bei Fernflügen, wie in die Dominikanische Republik oder den USA, sogar Preissenkungen festgestellt werden.

Vielleicht nutzen die Urlaubsanbieter und Fluggesellschaften nach zwei schwachen Jahren einfach nur die große Reisesehnsucht der Deutschen aus, um wieder höhere Gewinne machen zu können.

Quelle: Businessinsider.de

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