Der Apfelweibla-Türknauf
Literarisches Festjahr in Bamberg um E.T.A.Hoffmann
2026 feiert Bamberg den 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann mit einem umfangreichen Kulturprogramm. Fünf Jahre, von 1808 bis 1813, lebte Hoffmann als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Romantik in der Stadt.Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann wurde 1776 in Königsberg geboren und starb 1822 in Berlin. In Anlehnung an Wolfgang Amadeus Mozart, den er sehr bewunderte, änderte er seinen dritten Vornamen in Amadeus. Aus familiären Gründen begann Hoffmann zuerst Recht zu studieren, widmete sich aber nebenbei bereits dem Schreiben, Musizieren und Zeichnen. Nachdem er einige Jahre als Gerichtsassesor gearbeitet hatte, entschied er sich 1807 dazu, Künstler zu werden.
In Berlin nahm jedoch keiner Notiz von seinen Kompositionen, sodass er 1808 eine Stellung als Musikdirektor in Bamberg annahm. Zwar wurde er einige Monate später wieder entlassen, wirkte aber ab 1810 als Direktionsgehilfe und Dramaturg am Bamberger Theater. 1813, nachdem seine unglückliche Liebe zu einer Gesangsschülerin ein jähes Ende genommen hatte, kehrte Hoffmann nach Berlin zurück.
Seine Bamberger Erfahrungen flossen in sein literarisches Werk ein und formten Figuren wie den Kapellmeister Kreisler, Kater Murr oder das „Apfelweibla“. Zum Auftakt zeigt das ETA Hoffmann Theater am 24. Januar 2026 eine konzertante Lesung aus den „Musikalischen Leiden des Kapellmeisters Johann Kreisler“. Das Historische Museum widmet Hoffmann im Rahmen der Ausstellung „Wünsch dir was!“ einen eigenen Bereich unter dem Motto „Verwünschung“. Zu sehen sind unter anderem der berühmte „Apfelweibla“-Türknauf und Pop-Art-Collagen von Gerhard Böhm. Eine eigene Hoffmann-Ausstellung zeigt die Staatsbibliothek Bamberg von September bis Dezember 2026. Ein Höhepunkt wird die Ausstellung des renommierten Malers, Grafikers und Illustrators Rainer Ehrt im Kassenfoyer des ETA Hoffmann Theaters. Auch im Stadtbild ist Hoffmann präsent: Skulpturen zu seinen Figuren sowie Gedenktafeln oder künstlerisch gestaltete Kanaldeckel erinnern an sein Wirken.
Mehr unter https://www.bamberg.info/kunst/hoffmann
Quelle: Frankentourismus
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