DER historische PGA Platz

Der Dunedin Golf Club in Florida im Test

Es geht ja schon mit der richtigen Aussprache los: Dunedin , in Schottland das Wort für einen Befestigungshügel, wird in seiner Heimat Duh-Nie-din ausgesprochen, mit Betonung der zweiten Silbe, da es in Florida an Hügeln mangelt, darf es auch anders ausgesprochen werden, nämlich Duh-nee-den, mit Betonung der ersten Silbe, also eigentlich gaanz anders.
So verhält es sich auch mit dem Dunedin Golf Club, der natürlich ganz anders aussieht, als so ein schottischer Kurs: Da ist nichts Links, sondern alles weit, offen, Parkland,wenig Wasser, konzipiert schon 1927 von Donald Ross, geboren im schottischen Dornoch, dem Hauptvertreter des Goldenen Zeitalters der Golfarchitektur. Über 430 Plätze sollen von ihm designt worden sein, darunter auch Pinehurst, wo er auch 754jährig verstarb. Von 1945 bis 1962 war der Dunedin Golf Club die Heimat der PGA of America. In dieser Zeit wurden 18 Senior Tour Championships gespielt, und dies war der Beginn der Senior PGA Tour.

Seit 2024 wieder gewölbte Plateau-Grüns
Im Jahr 2024 wurde der Platz von dem Architekten Kris Spence komplett restauriert, um den Kurs in das ursprüngliche Donald Ross-Design zurückzubringen. Das Besondere: gewölbte Plateaugrüns, die zwar vorne in der Regel offen sind, aber einen weniger als perfekten Annäherungsschlag nach allen Seiten abrollen liäßt, da Ross das Gras im Randbereich sehr kurz schneiden ließ. Dieses Konzept der „short grass slope“ wird auch heute noch bei großen Turnieren angewendet, da die modernen Profispieler die typischen Hindernisse am Grün – Bunker oder Rough – viel besser kontrollieren können als schräge Böschungen und schwer einschätzbares Gefälle.

Jedes Loch hat einen Namen
Ein besonderes Augenmerk legte Ross auch auf das Routing, so dass nur kurze Wege zwischen Grün und nächstem Abschlag zurückzulegen waren. Seine Plätze wirken harmonisch und oft sogar unauffällig, auch aufgrund der sparsamen, aber gezielten Bebunkerung. Trotzdem ist „Drauflos“-Spielen keine Option, denn oft ist taktisches Spiel gefordert. Bei Bahn 15 „ Crossing Curlew“ ( alle Löcher haben eigene Namen wie „Oh No“, „Guys and Dolls“ „Calamity Janes“ oder einfach „Isn‘t Easy“) einem Par 5 lauern Gefahren bei einer Brücke direkt an Magrovenstauden, die das Fairweay nach 150 Metern unterbrechen. Sicherlich nicht im Sinne von Ross sind allerdings die vielen Bälle auf Bahn 18 „Glenn Eagles“, denn nebenan ist die Driving Range.
Insgesamt darf dieser Platz dennoch gerne als Vorbild dienen: 6 verschiedene Abschlagsmöglichkeiten ( inklusive einer Kombi aus Abschlag 3 und 4 wie schon bei IMG in Bradenton gesehen, siehe https://www.reisenundgolfen.de/?set=pages&p=golf&pID=4536 ), mehrere Toilettenhäuschen, die gleichzeitig auch noch als Unterstand dienen, top gepflegter Platz. Die Carts , sehr chic und mit GPS ausgestattet, führen über den Kurs, der ab dem Ross Tee-Abschlag 5783 Meter ( CR 70,1 ; Slope124), ab Abschlag 5 4295 Meter ( CR 62,5; Slope 105) misst. Der öffentliche Platz kostet im Sommer ab 4 Uhr nachmittag 55 USD ( 47 Euro), in der Hauptsaison ( Dezember bis April) in der Früh 135 USD ( 115 Euro) , wobei aber das Cart schon inkludiert ist.

Mimosas und Bloody Marys inkludiert
Unbedingt sollte man auch das Klubrestaurant „ Highland House“ besuchen, auch wenn man kein Einwohner von Dunedin ist (die kriegen dienstags 30 Prozent auf alles): Das perfekte Truthahnsandwich wird für 10 Dollar serviert, ansomnsten gibt es jeden Tag „specials“. Das Bier kostet immer 3 Dollar 50 ( sehr günstig) und sonntags sollte man zum Brunchen kommen: die typisach amerikanische Buffet-Range steht ab 35 Dollar proPerson zur Verfügung, Mimosas und Bloody Marys inkludiert.

Mehr zum Dunedin Golf Club unter https://dunedingolfclub.com
Mehr zu Dunedin: https://www.reisenundgolfen.de/?set=pages&p=reisen&pID=4560
Weitere empfohlene Golfplätze weltweit unter https://www.reisenundgolfen.de/?set=pages&p=golf&pID=2191

Quelle: eigen

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