Südtirol mit mediterraner Küche kombiniert

Das Stadele in Lana

Italienische Küche ist gut, die Südtiroler Küche auch, diese Binsenwahrheiten verschmelzen im „Stadele“ in Lana unweit von Meran zu einem „supergut“. Das Stadele ist eigentlich ein kleines Guesthouse mit Restaurant oder ein Restaurant mit einem angeschlossenen Guesthouse. Während die 8 Zimmer in einem modernen Gebäude untergebracht sind, macht das Restaurant dem Namen „Stadele“ alle Ehre: es dominiert dunkles, altes Holz an Wänden und Tischen, an der Stirnseite wurde altes Mauerwerk durch Glas ersetzt. Das findet sich auch im Eingangsbereich im Fußboden und gibt den Blick frei auf einen wilden Waal, eine Art Bach der kanalisiert unter dem Gebäude durchrauscht. Der Hauptraum bietet nicht viel Platz, gerade mal für 7 Tische und einem Tisch in der Mitte, der als Abstelplatz für Weingläser und -flaschen sowie Eiskübeln dient. Durch den Spitlevel-Aufbau gibt es zwei Ebenen tiefer noch einen zweiten Gastraum und den Zugang zum etwas wilden Weingarten.

Top-Bedienung und gute Weine
Wer das erste Mal im „Stadele“ ankommt, findet den Chef am Empfang vor, der aber gleich darauf in der Küche verschwindet. Die sehr freundliche Bedienung erklärt Speisen und das Gourmet-Menue ebenso wie die mögliche Weinbegleitung oder die Extras, die nicht auf der Karte stehen. Besonders lecker erwies sich auch gleich der empfohlene Aperitif, ein Praeclarus Brut, ein klassischer Schaumwein mit Potential. Für die Weinbegleitung ist man für 4 Gläser bei 32 Euro, bei 5 Gläsern mit 38 Euro dabei.

Degustationsmenue
Zunächst darf man sich auf den Gruß aus der Küche freuen, eine Kombination aus Saiblings- und Orangenfilets kredenzt auf leicht angeröstetem Radicchio, serviert mit selbstgemachtem Brot.

Jetzt im Frühjahr wird das saisonale Menue natürlich von Spargel angeführt, der mit Pecorino, Limette und Polentachipüs serviert wird. Der zweite Gang besteht aus Seppie, Frühlingszwiebeln, Sternanis und Ananas, gefolgt von einem Risotto kombiniert mit Lardo, Miesmuscheln und Büffelricotta. Als Hauptgang wartet schließlich ein Iberico-Schwein mit Erbsen, Kartoffel-Minz-Cannolo und Marinda-Tomate-BBQ. Der Abschluß in Süß besteht aus Rhababer, Kokos und der mittlerweile scheinbar unverzichtbaren Tonkabohne. Dafür verlangt man im Stadele vernünftige 89 Euro.

Auf der Tageskarte dominert die Kombination aus Südtiroler und mediterraner Küche
Auch auf der Tageskarte darf bei den Vorspeisen der Spargel nicht fehlen;in größere Stücke geschnitten, flankiert vom typisch Südtiroler Rohschinken überzogen mit einer guten Portion Bozner Sauce mit crispy Schinkenstreusel. Bozner Sauce ist die regionale Variante zur Sauce Hollandaise, eine cremige, auf Mayonnaise basierende Sauce, die aus gekochtem Eigelb, Senf, heißer Brühe, Öl, Essig und fein gehacktem Eiweiß sowie Schnittlauch besteht ( 16 Euro).
Auch das Rindstartar, geschmacklich sehr fein abgestimmt, bedeckt mit fein blanchierten Bärlauch, flankiert von zwei Scheiben Foccacia, macht Laune (21 Euro).
Ein wenig enttäuscht dagegen das Ceviche vom Schwertfisch, zwar geschmacklich mit Rhabarber, rosa Pfeffer und schwarzem Reis perfekt erweitert, aber leider als grobe Würfel statt in feinsten Scheiben serviert( 20 Euro).

Im Zwischengang erwarten den Gast Fischsuppe, Tortelloni mit Stockfisch, Gnocchi mit Kaninchenragout oder Brennessel-Taglioni, jedes Gericht um die 17 Euro.
Der Hauptgang bietet Lamm, Kabeljau oder Rinderwange ( jeweils um 37 Euro). Letztere optimal geschmort, geschmacklich mit einem Kartoffelgratin und Balsamicosauce in Szene gesetzt, als Topping Mini-Sellerienüdelchen, einfach ein Genuß.
Freunde von Nachspeisen dürfen sich auf Topfenknödel mit Nougateis und Waldfrüchten oder Cannolo mit Zitrusfrüchten und Mangoeis freuen.

Fazit: Lana hat viele gute Speiselokale, das Stadele ist allemal einen Besuch wert.

Mehr unter https://www.stadele.eu/de
Mehr zu Lana unter https://www.reisenundgolfen.de/?set=pages&p=reisen&pID=4810
Golfplatz in der Nähe: https://www.reisenundgolfen.de/?set=pages&p=golf&pID=4804

Quelle: eigen

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