Ukuku
Pilgerfest in der peruanischen Region Cusco
In Peru, auf über 4.000 Metern Höhe, dort wo auch der Macchu Picchu sein Inka-Geheimnis bis heute bewahrt, findet jedes Jahr Mitte Juni der Pilgerzug zum Heiligtum des “Herrn des Schneesterns” statt. Einst eine spirituelle Zeremonie der Quechua-Bevölkerung, lässt das Festival andines Brauchtum und christliche Glaubenswelt miteinander verschmelzen, an dem 90.000 Personen teilnehmen. 2011 wurde das Ritual von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Der Weg zum Heiligtum des Herrn von Qoylluriti führt durch karges Hochland, vorbei an Gletschern und Berggipfeln, bis zum Ziel in der Schlucht des schneebedeckten Sinakara.
Hier tanzen die Gläubigen Tag und Nacht in prachtvollen, farbenfrohen Kostümen, begleitet von Trommeln, Panflöten und tiefem Gesang. Besonders eindrucksvoll sind die "Pablitos" oder "Ukukus", gekleidet in Gewändern aus Alpaka-Wolle und mit gewebten Tiermasken.
Die Ursprünge des Fests reichen weit zurück in die Zeit vor der spanischen Kolonialisierung. Es wird angenommen, dass die Feierlichkeiten einst den heiligen Apus – den Berggöttern – galten, deren Kraft mit dem Gletscherwasser verbunden war. Heute wird das Fest zudem mit einer Marienerscheinung und der Verehrung des "Herrn von Qoylluriti verknüpft – eine kulturelle Synthese wie sie nur in Peru möglich ist.
Mehr unter https://www.peru.travel/de
Quelle: Promperu
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