Surfen in Karibikblau
Ile Rousse
teures Bierchen
Erfrischender Gebirgsbach...
..lädt ein zum Wandern...
..und zum Baden
Brotzeit mit Wildschweinpastete
Korsika- Urlaubsinsel für alle Sinne
Es ist heiß in diesen Sommerwochen auf Korsika, sehr heiß. Gut, daß es da das „Grand Cafe de la paix“ gibt, allein schon wegen des Namens. Das Cafe des Friedens, mittendrin in den Häuserschluchten von Ile Rousse an der Nordküste der französischen Mittelmeerinsel. Man sitzt im Schatten auf dem Gehweg, Passanten drücken sich an den Tischchen entlang, der Patron flitzt trotz Hitze hin und her, da ein Pichet Rose, dort ein Bierchen, hier ein Cafe au lait. „Sirop grenadine“ ist sehr beliebt ,bei 3O Grad im Schatten , die Einheimischen sitzen lieber drinnen , im „salle climatisee“ des Friedenscafes, dort läuft die Klimaanlage auf Hochtouren,dort kann man den „Corse matin“ sehr entspannt lesen.Ein Stück authentisches Korsika, nicht touristisch glatt gebügelt, drei Herren im reiferen Alter stehen lässig an den weit geöffneten Türen, alternde „garcons“ mit ziemlich coolen Sonnenbrillen und etwas zu kurzen, dafür aber neonfarbenen Badehosen. „Bonjour, ca va?! Wie geht’s ?“ Bussi hier, Umarmung da, die Korsen sind auch ohne Touristen glücklich.
Strandhopping auf Korsisch
Es sind viele Besucher aus Deutschland da, vor allem an den schönen feindsandigen Stränden zwischen St.Florent und Calvi. Dort lockt karibisch blaues Meer, das am Ufer sanft abfällt, ideal für die Kleinen in den UV-undurchlässigen Schwimmshirts . Vom Schwimmen und Wassersport erholt man sich in Strandbars, die zwischen rustikal und tres chic variieren, für jeden Geschmack ist was dabei,auf den mit Kreide handbeschriebenen Menütafeln finden sich dementsprechende Preise. Da kann ein Viertel(!) vom exzellenten korsischen Bier schon mal 7 Euro kosten, die Moules marinieres dagegen sind mit 17 Euro schon beinahe günstig zu nennen. Wer nicht acht Tage lang an ein und demselben Strand liegen möchte, setzt sich in die „Tramway de la Balagne“, deren dieselbetriebene Wägelchen in der Hochsaison jede Stunde zwischen Calvi und Ile Rousse pendeln und die an jedem „plage“ halten. Strandhopping a la Corse, eine der vielen Attraktionen dieser Urlaubsinsel. Die einst als sündteure Schönheit galt, deren Preise ins Astronomische gestiegen waren und deshalb für deutsche Touristen eher abschreckend wirkten. Inzwischen gibt es beim Kostenniveau zwischen Deutschland und Korsika kaum noch Unterschiede (außer eben beim Bier…), allerdings ist die Qualität des gastronomischen Angebots und der Lebensmittel auf der Insel deutlich besser als im überteuerten Allemagne!
Pizza mal ganz anders
So macht nicht nur das Einkaufen (viele Urlauber mieten sich Ferienwohnungen oder logieren auf Campingplätzen) in den gut gekühlten „Supermarches“ richtig Spaß, auch beim Einkehren freut sich der von heimischer Durchschnittskosts nicht eben verwöhnte deutsche Gaumen . Zum Beispiel oben im Dörfchen Pigna, ein paar Autominuten nur entfernt vom Strand, aussichtsreich an den grünen Hängen der Balagne gelegen. Im Lokal „A casarella“ werden auf kleinen Terrassen mitten im Gebüsch hervorragende Tapas a la Corse serviert: Wildschweinpastete, Tartare tomate, Ziegenkäse mit Feigenmarmelade- ein Gedicht ! Sogar banale Pizzen schmecken auf Korsika anders – die „pizza pescadore“ im abgelegenen Hafen Galeria an der Westküste wird unter riesigen Schirmpinien serviert, der Geschmack von Meeresfrüchten und , ja!, Tomaten hält lange an.
Im Flußbett wandern
Es sind diese nachhaltigen Erlebnisse , die den Aufenthalt auf Korsika so eindrücklich machen. Das Bad in wilden Gebirgsflüssen wie dem Fango im Westen oder dem Golo im Inselinneren- so etwas gibt es andernorts nicht. Glasklares kühles Wasser, rundgeschliffene Felsen, mit Glück wenig Menschen, das ist Urlaub. Auch die Flusswanderung die Solenzara im Südosten der Insel hoch macht einfach Spaß und ist sogar mit Kindergartenkindern machbar-sofern sie einen Neoprenanzug tragen. Die Mutigeren rutschen beim Canyoning riesige Felsen hinunter und springen in tiefe türkisfarbene Gumpen. Vom Bergwandern und Klettern in abgelegenen und selbst in der Hochsaison einsamen Gegenden schwärmen sogar Alpen-verwöhnte Mitteleuropäer.
Mit dem Velo auf Korsika
Neuerdings zieht es auch Radfahrer auf die „Ile de beaute-die Insel der Schönheit“, die mit ihrer enormen landschaftlichen Vielfalt auf engstem Raum fasziniert und begeistert. „GT20“ heißt eine beschilderte Rad-Route , die von Bastia im Norden bis Bonifacio am Südende führt. „Grand tour 20“ nach dem Vorbild des legendären Weitwanderweges „GR20-grande randonnee 20“. Irgendwo auf einer der schwindelerregenden und mit nicht endenwollenden Kurven gespickten Bergsträßchen an der Westküste treffen wir ein Schweizer Ehepaar, Pensionisten mit kräftigen E-Bikes und wenig Gepäck. Die beiden sind mit dem Zug über Italien angereist und kämpfen sich 12 Etappen lang rund 600 Km quer über die Insel. Leider führt die Strecke immer wieder mal auf Hauptstraßen entlang, das mindert manchmal den Spaß. Doch unterm Strich sagen die Schweizer: „Mit dem Velo auf Korsika- das ist schon speziell.“
Speziell ist auch die Anreise: die meisten Besucher kommen mit der Fähre, Genua. Savona und Livorno sind für deutsche Urlauber die bevorzugten Häfen. Die Lufthansa fliegt nach Bastia, Charterflieger landen im Norden in Calvi und in Figari im Süden. Als beste Reisezeiten haben sich Mai/Juni und September/Oktober erwiesen.Eine gute Info-Quelle ist https://www.visit-corsica.com
Quelle: eigen
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