Grand Place mit Rathaus im Hintergrund
Das Kastell
Die Waffeln von Meert
Quirlige Hauptstadt
Brasserie Campion
Frühstücks-Karrussell
Lille - pulsierende Universitätsstadt mit Prachtbauten aus allen Jahrhunderten
Charles de Gaulle, der berühmte General, spätere Staatspräsident und Mitbegründer der deutsch-französischen Freundschaft, hat sie angeblich geliebt: Die Waffeln der Confiserie Méert in seiner Geburtsstadt Lille. Wann immer es ging, ließ er sich das Gebäck in den Élysée-Palast nach Paris schicken, heißt es. Mutmaßlich war das seine Art, der Heimatstadt bis ins hohe Alter noch verbunden zu bleiben. Wer heute die Konditorei Méert in Lille besucht, kann ihn jedenfalls schon von weitem schnuppern, den Duft der köstlichen, dünnen Gaufres mit leckerer Vanillefüllung.
Heimatort von Charles de Gaulle
Dass die nordfranzösische Stadt Lille stolz ist auf ihren bekannten Bürger, ist unübersehbar. Sein Geburtshaus in der der Rue Princesse Nummer 9, wo de Gaulle im November 1890 auf die Welt kam, ist heute ein Museum. Die 2020 komplett renovierte Maison Natale Charles de Gaulle gilt als historisches Denkmal und zeigt, wie großbürgerliche Familien zur Zeit der Belle Epoque in Frankreich lebten.
Verwinkelte Gassen in der einst flämischen Stadt
Lille, im Mittelalter auch „Rijsel“ genannt, war einst die Hauptstadt der reichen Tuchmacherregion Flandern. Erst seit 1668 gehört Lille zu Frankreich. Die belgische Grenze liegt heute ganz in der Nähe. Paris ist nur etwa eine Zugstunde entfernt. Ein Besuch lohnt sich. Wer Städte gern zu Fuß „erläuft“, wird von Lille begeistert sein.
„Vieux-Lille“, die Altstadt, ist einfach bezaubernd schön. Urig verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster, gesäumt von hübschen Fachwerkhäusern mit aufwendig restaurierten flämischen Fassaden, jeder Menge kleiner Geschäfte, Boutiquen und Restaurants, beeindruckende Plätzen, imposante Architektur von einst – und überraschend vielen junge Menschen prägen das Stadtbild. Die Universität Lille hat einen guten Ruf. Studierende machen etwa ein Fu?nftel der über 238.000 Einwohner von Lille aus.
Ein „wahrer“ Grand Place
Wer das Zentrum Lilles zu Fuß erkundet, wandelt stets auf den Spuren des Mittelalters, der Renaissance und der Moderne. Nicht zu übersehen ist der Grand Place (Place du Général-de-Gaulle), ein beliebter Treffpunkt mitten im Stadtzentrum. Den belebten Platz rahmen die Prachtbauten von Lille ein, darunter die wunderschöne Alte Börse aus dem 17. Jahrhundert, das Théatre du Nord, die Oper, und nicht zuletzt Le Furet du Nord, eine der größten Buchhandlungen Europas auf 4.500 Quadratmetern. In der Mitte des Platzes wacht seit 1845 die Säule der ‚Göttin‘ über das Geschehen. Die Frauenstatue erinnert an die Belagerung durch die Österreicher während der Französischen Revolution, gegen die sich die Bürger der Stadt erfolgreich verteidigten.
Palast der Schönen Künste
Top-Attraktion ist auch das Rathaus von Lille, speziell wegen seines 104 Meter hohen Glockenturms, der 1932 fertiggestellt wurde. Von oben haben Besucher einen tollen Blick über die Stadt. Kunstliebhaber dürften vom Palais des Beaux-Arts oder Palast der Schönen Künste begeistert sein. Das Museum zählt zu den wichtigsten Frankreichs. Das architektonische Meisterwerk wurde im Auftrag Napoleons 1801 aus cremefarbenen Stein gebaut und beherbergt heute über 72.000 Werke der Kunstwelt.
Starkes Bier und Carbonnade
Wer gut essen will, ist in Lille genau richtig, und das nicht nur in der Konditorei Méert. In der Altstadt gibt es unzählige gute kleine Restaurants und Brasserien, wo ganz häufig auch die bekannte Carbonnade flamande gekocht wird, ein Rindfleischeintopf, der in Bier geschmort und mit Senf abgerundet wird. Dazu gibt es natürlich Pommes oder „Frites“. Typisch für Lille ist auch die Flamicheau Maroilles, ein herzhafter Kuchen mit Käse. Dazu eins der starken Biere – und das Mahl ist perfekt.
Unser Ausgehtipp: Die Brasserie Campion, mitten in der Altstadt von Lille, in der Rue Lepelletier. Reservieren ist ratsam. Vor allem abends stehen Touristen und Einheimische Schlange, um einen der begehrten Plätze zu ergattern.
Mehr unter https://lanouvellegarde.com/fr/brasserie-campio
Übernachtungstipp: Etwas außerhalb gelegen bietet das Hôtel Mercure Lille Aéroport viele Zimmer zum günstigen Preis: ab 100 Euro für 2 Personen pro Nacht. Ein sehr besonderes Foyer mit interessanten Sitzgelegenheiten und Mannschaftskicker läßt das reichhaltige Frühstück noch besser schmecken.
https://all.accor.com/ssr/app/mercure/rates/1098/index.en.shtml?destination=lille-france&compositions=1&dateIn=2025-09-26&dateOut=2025-09-27&nights=1&hideWDR=false&accessibleRoom=false&rid=1098
Weitere Informationen zu Lille unter https://en.lilletourism.com/
Mehr zu Nordfrankreich : https://www.nordfrankreich-erleben.com/
Quelle: Eigen
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