Alle sind nur mit Rädern unterwegs
Ausflüge rund um die Insel La Digue
..bis zur wohlverdienten Pina Colada
Der Plan für die La Grande Soeur
Baden auf Traumstränden
Und Strand-Barbecue
Am ersten Tag noch grün und nicht geniessbar
Am letzten Tag schon ziemlich geplündert: Limetten-Bananen
Trommeln und Tanzen für und mit den Gästen
Mit dem Motorsegler durch die Seychellen, Teil 4: eine Fahrradinsel und Strand-Barbecue
Diesen Weihnachtstag auf den Seychellen werde ich auch nie vergessen. Wir setzen über mit dem Tenderboot nach La Digue, der drittgrößten Insel des Archipels. Schön soll sie sein, sehr schön sogar. Klein, grün, übersichtlich, ursprünglich, wenig besiedelt, paradiesisch - und teils hügelig. Hier fahren keine Privatautos, höchstens ein paar Golfcarts. Jeder braust hier mit Bikes durch die Gegend, hieß es.
E-Bikes für Weicheier
Es ist etwa 10 Uhr morgens und am kleinen Fahrradverleih am Hafen steppt der Bär. Dutzende Touristen drängen sich um die Drahtesel, die dort in Reih und Glied auf Verrückte warten, die bei sengendem Sonnenschein über die Insel strampeln wollen. Es ist gerade eine Fähre eingelaufen plus unsere Motorsegler-Gruppe. Am Tag zuvor hatten wir schon an Bord über Käpt’n Ron Räder bestellt. Sportlich, wie wir uns fühlen, hatten wir E- Bikes abgelehnt. Pah, wir doch nicht, normale Räder taugen auch für den Inselausflug. Wir sind doch keine Weicheier.
Tja, was soll ich sagen….. die für uns bereitstehenden Drahtesel sehen nicht nur basic aus. Sie sind es auch. Das wird mir beim Probefahren schnell klar… Zwar sind die Reifen recht breit. Aber die Gangschaltung macht gern, was sie will. Bis ich mir überlegt habe, dass ich vielleicht lieber tausche, sind sämtliche Alternativen weg - und ich schau‘ sehnsüchtig den jungen Australiern nach, die sich grad auf robuste Luxus-E-Bikes schwingen und losbrausen. Okay, dann halt strampeln, was soll‘s.
Strampeln für ne Pina
Die von uns gewählte Küstenstrecke mit ihren versteckten Buchten ist einfach traumhaft schön. Wir fahren an menschenleeren Sandstränden entlang. Nur die wilde Natur, Felsen, das Meer, ein Naturpark mit Schildkröten - und mein pochender Puls. Schon nach den ersten Anstiegen wird mir klar, dass Radfahren auf La Digue eine schweißtreibende Sache sein kann, wenn der Planet brennt und die Gangschaltung hakt. Egal, durchhalten. Ein Riesenspaß ist es trotzdem. Vor allem, wenn man bergab düst und sich später an der Strandbar eine eiskalte Pina Colada genehmigen kann, Gratis-Sonnenliege und Weihnachtslieder im Sand inklusive. Was kann das Leben so schön sein….
Barbecue bei der großen Schwester
Dieses Gefühl habe ich auch auf La Grande Soeur, einer der unbewohnten, idyllischen beiden Schwesterinseln, zu der wir zum Ende der Reise noch tuckern. Ein Barbecue-Lunch im Sand ist angesagt. Debbie und die Crew tendern ganz viel Essen und Getränke zu einem überdachten Grillplatz an Land. Was für eine Mühe. Alles nur für uns. Die Gruppe sitzt zusammen an einer langen Tafel, die Füße im weichen Sand, ein eiskaltes Seybrew (Bier) in der Hand. Unvergesslich, dieser zweite
Weihnachtsfeiertag. Speziell auch für die Schnorchler und Taucher, die einen riesigen Walhai direkt vor der Küste zu Gesicht bekommen und Stunden später noch völlig geflasht sind von seiner Größe und Eleganz.
In Rum getränkt oder einfach nur so
Zurück an Bord gibt es noch einen verspäteten Nachtisch: Die grünen kleinen Bananen mit Limettengeschmack an der Riesenstaude, die die Crew zu Beginn der Fahrt am Schiffsheck für den kleinen Hunger zwischendurch aufgehängt hatte, sind jetzt leuchtend gelb. Und mehr als reif. Beim Abschiedsdinner am Abend gibt es sie getränkt in Takamaka, dem lokalen Rum. Köstlich. Dann setzt Käpt’n Ron die Foresegel und wir brausen mit dem aufkommenden Wind zurück zur Hauptinsel Mahe, wo wir die Nacht noch an einer geschützten Stelle vor Anker gehen - und die Mannschaft zur Hochform aufläuft, für uns trommelt, singt und tanzt. Toll.
Am nächsten Morgen zum Ausschiffen in Victoria gießt es wieder mal aus Eimern. Gottseidank hatten wir das nicht jeden Tag auf der Tour, Schwein gehabt. Mit Wehmut heißt es jetzt für alle Abschied nehmen. Unsere Abenteuerreise durch die Inselwelt der Seychellen ist zu Ende. Eng war‘s, basic war‘s - aber auch spannend, einzigartig, eindrucksvoll, lustig und vor allem schöööön.
Teil 1 unter https://reisenundgolfen.de/?set=pages&p=reisen&pID=4695
Teil 2 unter https://reisenundgolfen.de/?set=pages&p=reisen&pID=4696
Teil 3 unter https://reisenundgolfen.de/?set=pages&p=reisen&pID=4698
Weitere Informationen unter https://seychelles-cruises.com
Mehr zu den Seychellen unter https://www.seychelles.com
Quelle: Eigen
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