Das Ensemble des Musicals
Sisi ist auch dabei
Künstlerischer Leiter Martin Markert
Der Schwan
Das Festspielhaus
Die Aussicht auf Neuschwanstein….
…und auf den Festspielplan
Das Musical „Ludwig²“ in Füssen
Seit mehr als 20 Jahren wird im Füssener Festspielhaus am Forggensee das Musical „Ludwig²“ gegeben. Die spektakuläre Inszenierung hat in all den Jahren nichts eingebüßt von ihrer Strahlkraft als Publikumsmagnet. „Wir sind das Home of Ludwig“, freut sich der künstlerische Leiter Martin Markert über das ungebremste Interesse an der faszinierenden Geschichte vom Leben und Sterben des bayerischen Märchenkönigs. „Wir haben unfaßbar viele Wiederholungstäter. Leute, die schon 200 Vorstellungen gesehen haben.“ Die rund 1400 Plätze im riesigen Festspielhaus sind bei den Ludwig²-Vorstellungen schnell ausverkauft (Karten ab 39,99 Euro).
Kein Historical, sondern Musical
Dafür sorgen auch immer wieder frische Ideen und Überarbeitungen der Inszenierung. „Wir verändern jedes Jahr ein kleines Detail“, so Markert. Das Musical basiert auf gesicherten historischen Quellen, nimmt sich aber die Freiheit der künstlerischen Interpretation. „Wir sind ein Musical, kein Historical“, stellt Regisseur Martin Markert klar. Markert spielt in „ Ludwig²-Der König ist zurück!“ gleichzeitig die Rolle des mysteriösen Schattenmannes. Eine erfundene Figur, die die These von Ludwigs Tod als Opfer einer Verschwörung befeuert. Überhaupt zeichnet die Musical- Inszenierung ein differenziertes Bild von Ludwig II mit vielen Zwischentönen und regt zum Nachdenken an. Ludwig entspricht hier nicht dem gängigen Klischee des verrückten, bauwütigen Spinners. Er erscheint als Pazifist, der sich in Kunst und Musik flüchtet - traumatisiert von der lieblos-strengen Erziehung in seiner Kindheit. Ein Monarch, der seine Energie lieber in das Umsetzen seiner Traum- und Fantasiewelten steckt, als in Schlachtpläne für den nächsten Krieg.
Größte Musicalbühne Europas
Einer der außergewöhnlichen Reize des Musicals ergibt sich durch die Fülle an gestalterischen Möglichkeiten, die die riesige Drehbühne bietet. Mit einem Durchmesser von 28 Metern gilt sie als größte Musicalbühne Europas. Das verleiht dem Bühnenbild sofort eine immense Wucht und Tiefe. Beispielsweise in der Krönungsszene, wenn 35 Darsteller gleichzeitig auf der Bühne agieren. Oder durch das 90 000 Liter fassende Wasserbecken bei den Starnberger See-Szenen. „Da entsteht pure Theatermagie“, beschreibt Markert die Wirkung aufs Publikum. Ein starkes Alleinstellungsmerkmal bildet auch die von drei Komponisten-unter ihnen Konstantin Wecker- gestaltete, symphonische Musik. „Sonst kennt man bei Musicals in erster Linie Pop- und Rocksongs“, sagt Markert. Wer einen Blick hinter die Kulissen werfen will, kann das bei den speziellen, einstündigen Bühnenführungen tun (ab 19,99 Euro). Ein absoluter Hingucker ist hier der Schwan. „Den haben anfangs einige Leute bei der Aufführung sogar für echt gehalten“, schmunzelt Regisseur und Schattenmann Markert.
3800 Meter Luftlinie von Neuschwanstein
Das im Jahr 2000 errichtete Füssener „Festspielhaus Neuschwanstein“ orientiert sich wegen des Wagner-Faibles von Ludwig II an der Architektur der Festspielstätte auf dem Bayreuther Grünen Hügel. Nur 3800 Meter Luftlinie entfernt leuchtet weißglänzend Ludwigs Märchenschloss. Neuschwanstein zieht vom Festspielhaus aus fast schon magnetisch immer wieder den Blick auf sich wie eine surreale, magische Erscheinung. Mit rund 100 Vorstellungen im Jahr ist das Ludwig-Musical das Top-Event und der unangefochtene Dauerbrenner des Spielplans. Dazu gibt es im aktuellen Veranstaltungskalender noch eine Reihe von weiteren Musicals wie „Cinderella“, „Die Päpstin“, „Zauberflöte“, „Seele für Seele“, „Pretty Woman“ oder „Die weiße Rose“. Im Mai kommt neu auf die Bühne „Rudolf -Der letzte Kuss“. Erzählt wird hier die tragische Geschichte des Kronprinzen von Österreich, Kaiserin Sisis Sohn.
Unser Tipp: Verbinden Sie den Besuch des Kini-Musicals mit Übernachtung in Füssen. Von der zauberhaften Altstadt spannt sich ein dichtes Netz an reizvollen Wander- und Radwegen bis hin zum Ludwig-Schloss Neuschwanstein. Bei unserem Tripp außerhalb der Hauptsaison im März ließ sich sogar ganz spontan ohne Wartezeit eine Neuschwanstein-Besichtigung einbauen. Und solch eine Führung durchs Märchenschloss verspricht selbst beim zweiten oder dritten Mal ein unvergessliches Erlebnis.
Linktipp: https://www.das-festspielhaus.de ; https://www.fuessen.de
Quelle: eigen
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