Der Weg beginnt in der Altstadt..
..führt über den Lechfall
... Hohenschwangau...
..zum Königsschloss
ein begehrtes Ticket
..und Andenken gibts genug..
..sogar Königskissen
und am Schluß zur Marienbrücke
Wandern zu drei Schlössern in einer Wanderrunde
Gleich drei Schlösser auf einer einzigen Wanderrunde-das klingt phantastisch und das ist es auch. Möglich ist das in Füssen im Allgäu als Startpunkt mit Abstechern ins Füssener Stadtschloss, nach Hohenschwangau und als absoluter Höhepunkt zum Ludwig-Märchenschloss Neuschwanstein. Dabei lässt sich die familientaugliche Strecke prima angehen als Tages- oder Halbtagestour. In der empfehlenswerten Füssener Genuss-Wanderkarte der Tourist-Info ergibt das einen Mix der Wanderrouten 14 und 19. Sehr angenehm dabei, dass der Rückweg von Neuschwanstein nach Füssen bequem mit dem Bus möglich ist.
Von der Altstadt zum Lechfall
Schon der Start in der Fußgängerzone der Füssener Altstadt bietet jede Menge Hingucker und verlockende Stopps. Mittelalterliche Häuser, prächtige Fassaden, nette Cafés und Wirtshäuser reihen sich bunt aneinander. Dazu wandert der Blick immer wieder zu den mächtigen Mauern des Hohen Schlosses mit seinem Uhrturm. Die ehemalige Sommerresidenz der Augsburger Fürstbischöfe beherbergt Gemäldegalerien und einen Rittersaal. Von diesem ersten Schloss geht es über die Lechbrücke vorbei am Gebäude-Komplex einer ehemaligen Textilfabrik, dem jetzigen „Magnuspark“, zum Lechfall. Hier durchbricht der Lech in einer Klamm einen Felsriegel und stürzt über die Stufen eines acht Meter hohen Stauwehrs spektakulär tosend in die Tiefe. Ausgiebig betrachten lässt sich dieses Naturschauspiel vom König-Max-Steg, der direkt über den Wasserfall führt.
Vom Kalvarienberg zum Schwansee
Nach dem Queren der Bundesstraße an der Frauenkirche erwarten den Wanderer die Serpentinen eines im 18. Jahrhundert angelegten Kreuzwegs. Beim Aufstieg zum knapp 1000 Meter hohen Kalvarienberg begegnet man vielen Familien, die den Ausblick hoch über Füssen suchen. Das Panorama reicht von der Füssener Altstadt über den Forggensee und den Schwansee bis hinüber zu unseren beiden weiteren Wanderzielen: den Schlössern Hochenschwangau und Neuschwanstein.
Der lückenlos beschilderte und einfach zu begehende Weg bergab weist zunächst zum Schwansee. Bei diesem malerisch gelegenen Badesee mit seinen praktischen Holzstegen herrscht plötzlich reger Wander-Gegenverkehr. Meistens sind es Spaziergänger aus Richtung Schwangau, die ihr Auto beim Parkplatz des benachbarten Alpsees abgestellt haben und die wenigen Meter zum Schwansee wandern. Vom Schwansee aus erscheinen die weißen Konturen von Neuschwanstein immer deutlicher, was unsere Schritte merklich beschleunigt. Entsprechend schnell ist das weitläufige Besucherzentrum unterhalb der beiden Königsschlösser erreicht. Mit etwas Glück lässt sich am Ticketshop zumindest in der Nebensaison noch spontan eine Karte für Neuschwanstein lösen. Für Hohenschwangau bleibt für uns wegen des unwiderstehlichen Sogs des Kini-Märchenschlosses nur ein flüchtiger Blick.
Vom Märchenschloss zum Kultblick auf der Marienbrücke
Jetzt geht es nochmal eine halbe Stunde moderat bergauf zu den Toren von Neuschwanstein. Die obligatorische, halbstündige Führung im 5-Minuten-Takt bleibt selbst dann ein beeindruckendes Erlebnis, wenn man vor Jahren schon mal hier war. Ob Sängersaal, Thronsaal, Schlafzimmer, Grotte mit Wintergarten - das Auge zeigt sich schlicht überwältigt von der opulenten Raffinesse bis ins kleinste Detail. In einem sehenswerten, in Dauerschleife gezeigten Kurzfilm erfährt man, dass das ab 1868 erbaute Schloss zu Ludwigs Lebzeiten eine Baustelle war und der Märchenkönig hier nur 172 Tage verbrachte. Wer für Tickets zur Schloss-Führung nicht zum Zug kommt, sollte sich in jedem Fall auf den viertelstündigen Weg vom Haupteingang zur Marienbrücke machen. Hier gibt es den Live-Premium-Blick von der bekanntesten, in unzähligen Kalendern verewigten Neuschwanstein-Perspektive. Beim Gedränge auf diesem internationalen Selfie-Hotspot muss man sich schon mächtig ins Zeug legen, um sein eigenes Neuschwanstein-Foto zu schießen . Anschließend läuft sich der Fußweg zu Parkplatz- und Bushaltestelle wie von selbst.
Unser Tipp: Bei einem kurzfristig geplanten Besuch von Neuschwanstein nicht vom Ausgebucht-Status auf der Onlineseite abschrecken lassen. Der Ticketshop vor Ort hält täglich ein kleines Kontingent an Karten vor.
Linktipps: https://www.fuessen.de ; https://www.neuschwanstein.de; https://www.hohenschwangau.de
Quelle: eigen
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