Märcheninsel Fyn

Ultimativer Geheimtipp für Sommerfrischler
Fünen-Serie, Teil 1

 
Für alle, die ihren Urlaub fernab von Backofenhitze, überfüllten Mittelmeerstränden und gehypten Golfplätzen verbringen möchten, hätten wir einen Geheimtipp: Die dänische Insel Fyn – oder Fünen, wie sie auf deutsch heißt. Wer das Meer mit schier endloser Küste liebt, verwunschene Schlösser, Golfen und Radeln in unberührter Natur sowie ganz viel „Hygge“ erleben will, ist auf dieser hübschen Ostseeinsel goldrichtig. Wir waren jetzt dort – und sind immer noch geflasht von der Schönheit dieser märchenhaften Urlaubsdestination im Herzen Dänemarks. Fünen ist definitiv ein “hidden gem“ auf der touristischen Landkarte Europas, also ein verborgenes Juwel, ohne Hektik und Besucherhorden – und nicht allein deshalb schon eine Reise wert.

Mittendrin gelegen
Nur: Wo liegt Fyn eigentlich? Norddeutschen mag die zweitgrößte dänische Insel in der Ostsee ein Begriff sein. Das Legoland im dänischen Billund oder unsere nördlichste Stadt Flensburg sind praktisch um die Ecke, Hamburg ist nur gut 270 Auto-Kilometer entfernt. Für andere Bundesbürger ist die kleine Insel eher terra inkognita. Dabei liegt Fyn tatsächlich mitten in Dänemark, zwischen dem Großen und Kleinen Belt, umringt von über 50 weiteren Ostsee-Inselchen und -Inseln, darunter Langeland und Aero. Die Anreise ist unkompliziert (wie vieles bei unserem nördlichen Nachbarn): Entweder per Fähre, Tunnel, oder etwa über die Lillebælt-Brücke, die Fünen mit Jütland verbindet. Wer nach Kopenhagen fliegt, kann Fyn per Mietwagen oder Zug über die Storebæltsbroen-Brücke erreichen.

Für alle Zahlenfreaks: Fyn ist fast 3.500 Quadratkilometer groß, kann mit über 1.100 Kilometern Küste, 37 Häfen, stolzen 14 Golfplätzen, 123 Schlössern und Herrensitzen, 117 Angelplätzen, 1.200 Kilometern Wanderwegen und 3.400 Kilometern Radrouten (ab Mitte 2027) glänzen. Wind ist an der Küste häufig Begleiter, im Sommer kann es schön warm werden.

Sandstrände und Städtchen, wie gemalt
Auf Fünen hat man das tolle Gefühl, überall nah am Meer zu sein, ein Urlaubsfeeling, das einen sofort in den Bann zieht. Anders als an Nordseestränden sind die an der Ostsee – und damit auch auf Fyn - weniger rau,  das Wasser ist wärmer, flacher, angenehmer. Die Insel mit ihren beeindruckenden Steilküsten und ausgedehnten Landzungen überrascht mit einer tiefenentspannten Atmosphäre, mit langen Sandstränden, sanften Hügeln, hübschen bunten Häusern und vor allem malerischen Städtchen wie aus dem Bilderbuch, etwa im schönen Faaborg, Nyborg, Kerteminde oder Svendborg. Märchenhaft schön ist auch das mittelalterliche Wasserschloss Egeskov und viele andere der unzähligen Herrschaftshäuser mehr auf Fünen.

der Bullerbü-Effekt
Menschen kann man gut aus dem Weg gehen, wenn man die Natur genießen, radeln oder golfen möchte. Nur etwa eine halbe Million der insgesamt 6,5 Millionen Dänen leben auf der wunderschönen Insel. Auch unser früherer Vizekanzler Robert Habeck, der fließend dänisch spricht, hat dort viele Jahre verbracht. Und zwar in Svendborg im Süden der Insel, eins der malerischsten Küstenstädtchen auf Fünen.
Und weil Fyn so märchenhaft harmonisch, so ruhig, so besonders ist, kann man sich als Besucher kaum dem Bullerbü-Gefühl entziehen, das sich bald schon nach der Ankunft einstellt. Ein Flecken Erde, auf dem die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Mit gastfreundlichen, entspannten Dänen, die sich fürs Gemeinwohl einsetzen, ehrenamtlich Kinos betreiben, leidenschaftlich gern spenden und Second Hand kaufen und sogar Golfplätze in Eigenregie pflegen und bewirtschaften. Unvorstellbar in Deutschland. Genauso überraschend für uns: Jedermann spricht sehr gut englisch, vom Personal auf den Fähren bis hin zur Verkäuferin im Supermarkt oder in der Eisdiele auf der winzigen Insel Aero. Großartig.


Gutes Essen und H.C.Andersen
Das Leben auf der dänische Insel ist einfach hygge, was wohl so viel heißt wie gemütlich, herzlich. Familie und Freunde sind in dieser dänischen Tradition hygge. Und auch, das Leben mit lieben Leuten zusammen zu genießen, gemeinsam zu essen und zu trinken, gern auch in kreativen Restaurants auf Sterneniveau. Gute Cafes, Lokale und Fischspezialitäten am Meer gibt es reichlich, das berühmte Smörebröd an fast jeder Ecke. Und ja, Alkohol ist nicht gerade günstig. Dafür ist sehr gutes Essen, vor allem fangfrischer Fisch, sehr wohl bezahlbar.   
Dass Fünen den Ruf hat, eine Märcheninsel zu sein, hängt natürlich auch am berühmtesten Inselbürger Hans Christian Andersen. Der weltbekannte Dichter ist in Fyns größter und Dänemarks zweitgrößter Stadt Odense geboren. Von hier aus eroberte er die Welt mit seinen Märchen wie „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Prinzessin auf der Erbse“. Das winzige, windschiefe Geburtshaus in Odense ist heute ein kleines Museum. Von hier aus führen Andersens Fußstapfen Besucher quer durch die Stadt – eine tolle Art, die verschiedenen Stadtviertel auf eigene Faust zu erkunden. Aber dazu mehr im zweiten Teil der Fünen-Serie.
 
Mehr zu Fünen unter https://www.visitfyn.de
 Ein Golfplatz auf Fünen: SCT.Knuds unter https://reisenundgolfen.de/?set=pages&p=golf&pID=4839

Quelle: Eigen

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