Betten für die Holzklasse

Chinesen entwickeln neue Flugzeugsitze

Sich bei einem Nachtflug auf 180 Grad zur Ruhe zu betten, war bisher Passagieren der First-Class vorbehalten, und mit leichten Abstrichen auch der Businessklasse. Das will der chinesische Flugzeugdienstleister Ameco nun mit seinem Produkt namens „Fly-Buddy Hub“ ändern. Grundlage der Idee sind Abteile in der Economy-Klasse, die eindeutig an das erinnern, was man aus dem ICE als Tischreihe kennt: zwei Reihen von jeweils drei Sitzen einander gegenüber an einem Tisch angeordnet.

Der Unterschied zum Zug - außer dass es eben 6 Sitze statt nur 4 Sitze sind – liegt darin, das die Tischchen weggeklappt werden können und sich die gegenüberliegenden Sitze zu einem Bett vereinen lassen. Ein weitere Vorteil dieser “Abteile” ist die kommunikative Situation. So lassen sich Familien im Flieger bestens vereinen und sogar Geschäftsbesprechungen abhalten. Denn mehrere Personen können hier während des Fluges treffen, essen und sich unterhalten. Elektronisches Entertainment lässt sich wie zuhause im Wohnzimmer vor einem gemeinsamen Bildschirm erleben, der vor den Fenstern aus einer Leiste gezogen werden kann.

Die Idee der Chinesen ist nicht ganz neu, denn im Jahr 2011 führte Air New Zealand (ANZ) die „Skycouch“ ein, eine Reihe von drei Economy-Sitzen, die sich durch Hochklappen der Beinauflagen in ein Bett verwandeln lassen. Dieses Konzept wurde weiterentwickelt und soll als “Stockbetten” 2025 in den Boeings 787 “Dreamliner” zum Einsatz kommen: Die dreifachen Etagenbetten haben keinen Fernseher, sondern bieten den Passagieren ein langes, flaches Bett und Bettwäsche zum Schlafen.

Quelle: Business Insider

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